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25.01.2010


"Meta" verwandelt Theater in Tollhaus


Die Uraufführung von "Meta, Norddeich" war der erwartete Erfolg. Das Publikum forderte mehrere Zugaben, die Premierenfeier dauerte bis 4 Uhr morgens. Intendant Hess: "Lang lebe die Landesbühne." - Von Norbert Czyz


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Pitturesk und skurril hat die Landesbühne das Rockmusical „Meta, Norddeich“ auf die Bühne gebracht. In dieser Szene fressen sogar die Schafe Meta (Angelika Bartsch) aus der Hand. WZ-Foto: Lübbe

Wilhelmshaven - Spätestens, als im Zugabenteil die Zeitzeugen und Ex-Twighlights, der in Schortens lebende Bob Gray und sein eigens zur Uraufführung von „Meta, Norddeich“ aus London angereister Freund Mike Wells auf die Bühne gebeten wurden und zu Gitarre bzw.

Schlagzeug griffen, hatte die Begeisterung im Publikum ihren Höhepunkt erreicht. Vor allem bei jenen, die Meta persönlich gekannt haben, wie beispielsweise der Zeteler Wilfried Priemel, der mal drei Monate bei Meta gewohnt hat. „So war Meta“, lautete nach guten zwei Stunden Priemels Fazit.

 

Das Rockmusical von Peter Schanz, eine Auftragsarbeit der Landesbühne, ist eine Symbiose aus Beatmusik, der Meta Rogalls Biografie und der Ereignisse um ihr „Haus Waterkant“, durchsetzt mit ostfriesischer Mentalität. Singende Schafe auf einem sattgrünen Deich (Bühne und Kostüme: Steffen Lebjedzinski) empfangen das Publikum, man spielt Metas Beerdigung. Zwei Ostfriesen (Peter Lindhorst/Stefan Ostertag) im Dialog: „Ob sie schon oben ist?“ fragt der eine, der andere antwortet trocken: „So schnell?“

 

Hula-Mädchen tanzen, das Akkordeon spielt „Es gibt kein Bier auf Hawaii“, der Deich tut sich auf und Meta entsteigt einer Dunstwolke. Auftrittsapplaus für Angelika Bartsch in der Rolle der Meta. Es dauert nicht lange, und Meta verkündet ihr Credo: „Ich will den besten Schuppen zwischen Amsterdam und Hamburg“, wirft das Akkordeon hinaus, sagt: „Ich will andere Musik“ und engagiert kurzerhand die „Black Shadows“. Ab jetzt dominiert fetzige Gitarrenmusik hinterm Deich, gespielt von einer Liveband (Bastian Netsch, Stefan Diedrich, Jan Poppen, Cor Woitschig).

 

Mehr in der heutigen Ausgabe der „Wilhelmshavener Zeitung“