Wilhelmshaven

17.03.2010


Methadonversorgung: Noch keine Lösung


Es fehlt weiterhin an Ärzten. Die Bürgerinitiative will verstärkt auf das Thema Methadon aufmerksam machen – erneute Mahn­wachen nicht ausgeschlossen.


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Mit einem Informationsstand war die Bürgerinitiative auf dem Wochenmarkt­ am Rathaus vertreten, unter anderem mit Johann Janßen (rechts) und Susanne Ratzer von der Wilhelmshavener Aids-Hilfe (3. von links). FOTO: MASCH

Von Stephan Giesers

 

Wilhelmshaven - „Mit Methadon zurück ins Leben, für ein Leben ohne Heroin“ – In großen Buchstaben verkünden  Mitglieder der Bürgerinitiative zur Sicherstellung der Versorgung von Drogenkranken ihre Botschaft.

Am Wochenende informierten sie wieder mit einem Stand auf dem Wochenmarkt am Rathaus und erklärten Passanten, was Substitution bedeutet –  der Ersatz für Heroin mit dem Medikament Methadon.

 

Die Versorgung mit dem Ersatzstoff, der Betroffenen ein weitgehend normales Leben ohne Heroin ermöglicht, steht in Wilhelmshaven immer noch auf der Kippe. Rund 90 Suchtpatienten werden zurzeit nur noch per „Take-Home“-Verordnung versorgt, nehmen ihr Medikament für eine ganze Woche mit nach Hause. Eine tägliche Ausgabe war den verbliebenen substituierenden Ärzten Matthias Abelmann und Valentina Gradwohl nicht mehr möglich. Neue Patienten werden seither nicht mehr ins Methadonprogramm aufgenommen.

 

„Für die Betroffenen geht es ums Überleben“,  betont Johann Janßen, Ratsherr der „Linken“ und  Mitglied der Bürgerinitiative. Als ehemaliger substituierender Hausarzt engagiert sich Johann Janßen seit vielen Jahren für das Methadonprogramm in Wilhelmshaven.

 

Bis zu 400 Menschen könnten es laut Statistik sein, die in Wilhelmshaven heroinabhängig sind, gut die Hälfte der Betroffenen wollen ins Methadonprogramm aufgenommen werden. Rund 100 blieben in der Jadestadt zurzeit unversorgt. Der Grund: Es fehlt weiterhin an ausreichend Ärzten, die sich an der Substitution beteiligen wollen.

 

Mehr lesen Sie heute in der "Wilhelmshavener Zeitung".