Friesland

09.09.2010


Horsten: Gute Chancen für „Heimatstube“


Das Anliegen der Bürger fand im Ausschuss Unterstützung. Die Politiker sprachen sich dafür aus, in dem Dorf eine Begegnungsstätte zu schaffen.


Hier wurde vor 53 Jahren der Bürgerverein gegründet. Foto: Lehmann

Horsten/ML - Gute Nachricht für Horsten aus dem Ausschuss für Schulen, Kultur, Jugend, Sport und Soziales der Gemeinde Friedeburg: Die Vertreter aller Parteien sprachen sich dafür aus, in der mit mehr als 2300 Einwohnern größten Ortschaft der Gemeinde eine Begegnungsstätte für Kommunikation, Kunst und Kultur zu schaffen.

Sie unterstützten damit einen Antrag des 272-köpfigen Bürgervereins Horsten, der zugleich den Ankauf eines ehemaligen Werkstattgebäudes mit Wohnhaus und Ladenraum in der Kirchstraße 7 empfohlen hatte.  Vor einer weiteren Sitzung am 6. Oktober sollen das Gebäude und andere eventuell geeignete Häuser besichtigt werden. </p><p>In der von fast 40 Horster Bürgern besuchten Sitzung erhielt Bürgervereinsvorsitzender Rolf Hardt Gelegenheit, die Argumente für die Einrichtung einer Heimatstube für alle Vereine, zur Beherbergung eines Archivs mit dorfgeschichtlichen Dokumenten und Exponaten, Werkzeugen, für Kurse, Angeboten für Kinder und Platz für ein Bürgerinformationsbüro vorzutragen. Das Grundstück sei 1500 Quadratmeter groß und optimal zum historischen Dreieck des Dorfes gelegen. In der früher darin befindlichen Gaststätte „Zum Walfisch“ sei vor 53 Jahren der Bürgerverein gegründet worden. </p><p>Es könnten sich in dem Haus stundenweise behördliche Ansprechpartner aufhalten, Rentenberatungen und Sprechzeiten des Ortsvorstehers stattfinden. Außerdem solle es Radwandergruppen Unterschlupf bieten und Ausgangspunkt für die Legendenmeile werden. Es trage sicher auch zur Verbesserung der Dorfgemeinschaft bei. </p><p>Sehr ehrenhaft sei der Plan der Horster, sagte Hartwig Conrads (SPD). Das Dorfleben in Horsten sei besonders rege. Man müsse zunächst den Preis und den Sanierungsbedarf für das Haus erkunden. Zustimmung auch von Inge Meyer, Lotte Fischer (beide CDU), Traute Reuber (SPD) und Hans-Otto Rasche (FWG). Da schloss sich Ausschussvorsitzender Günter Peters (SPD) gern an.  Nur Karl-Heinz Eberhards (CDU) wies darauf hin, dass andere Ortschaften der Gemeinde ähnliches Wunschdenken haben könnten. „Hier und heute geht es nur um Horsten“, entgegnete ihm Hartwig Conrads. </p>