Top-Thema

01.09.2011


Hohenkirchen: Konzept Wangermeer steht


"Mehr Meer im Wangerland" - so lautet der Titel des Konzepts. Es sieht vielfältige Freizeitmöglichkeiten vor. "Herzstück" ist ein Wander- und Radweg rund um den See.


Ein Ausschnitt der Planskizze für die Ufer-Gestaltung des Wangermeeres in Hohenkirchen. Die gesamte Ansicht finden Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“.      Grafk:    Diekmann & Mosebach

Ein Ausschnitt der Planskizze für die Ufer-Gestaltung des Wangermeeres in Hohenkirchen. Die gesamte Ansicht finden Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“. Grafk: Diekmann & Mosebach

 

Von Jörg Grabhorn

Hohenkirchen - Mit den Everglades kann das Wangermeer ganz gewiss nicht mithalten. Immerhin aber soll am Nordost-Ufer eine ökologisch wertvolle Flachwasserzone entstehen, die an die riesige Sumpflandschaft im US-Bundesstaat Florida erinnert und mit einem Holzsteg für Besucher erschlossen werden könnte.

 

Dies ist jedenfalls einer der Vorschläge, die die Landschaftsarchitekt Bert Diekmann vom Planungsbüro Diekmann & Mosebach (Rastede) am Dienstag im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung vorstellte. Diekmanns Konzept „Mehr Meer im Wangerland“ umfasst eine Reihe verschiedener Nutzungsvorschläge für die einzelnen Ufer-Abschnitte. Ziel sei es, einem breiten Publikum vielfältige Freizeitmöglichkeiten zu bieten, sagte Diekmann.

„Herzstück“ des Konzeptes ist ein Wander- und Radweg rund um den See, der ans vorhandene Radwegenetz angebunden ist. Das Dorf Wangerland ist dabei allerdings ausgeklammert. Für den Parkplatz an der K87 nach Mederns sowie für das Süd-Ufer in Höhe Gottels schlägt Diekmann Aussichtstürme vor. Sie sollen eine „Magnetfunktion“ erfüllen und Vorbeifahrende zum Anhalten reizen.

Das Konzept sieht ferner einen Rastplatz mit Grillgelegenheit am Nord-Ufer vor, die erwähnte Flachwasserzone und am Ost-Ufer einen Schwerpunkt mit Beachvolleyball, Barfußpark und einem Kletterpark als überregionalem Anziehungspunkt, denn, so Diekmann: Klettern liege voll im Trend. Dazu müsste das Gelände dort mit dem Bodenaushub aus dem See höhenmäßig interessant modelliert werden.

In der Bucht im Süden, an der L 809 bei Gottels, könnte auf einem Privatgelände ein Anleger für Hausboote entstehen. Auch Tret- und Segelboot- sowie Kanu- und Kajak-Verkehr hält Diekmann für denkbar. Das müsse aber koordiniert werden.

Für die Ufer im Bereich Helmstede sieht das Konzept zwei Badestrände vor. Der Abschnitt am Südende der Promenadenbrücke soll als Promenade zum Flanieren einladen. Dort könnten aber auch Veranstaltungen wie Fischmärkte oder anderes mehr stattfinden.

Die Insel im Wangermeer hat Diekmann ausgespart, weil die spätere Nutzung noch nicht feststeht. Die Gemeinde will sie an Investoren aus der Beherbergungs- bzw. Freizeit-Branche verkaufen. Außen vor sind auch das Dorf Wangerland sowie das NLG-Baugebiet am Nordwest-Ufer.

Dieses Konzept sei die abgespeckte Version, betonte Diekmann. In Abstimmung mit der Verwaltung habe er Abstand von pfiffigen, aber allzu kostenträchtigen Ideen genommen. Erschwert werde die Planung dadurch, dass die Ufer-Bereiche teilweise nur 20 Meter breit und angrenzende Flächen in Privatbesitz seien.

Bei diesem Konzept handele es sich um eine Projektskizze, sagte Diekmann. Die zeitliche Abfolge und Einzelheiten etwa zu Parkplätzen und Verkehrsströmen müssten in der Ausführungsplanung geklärt werden.

Mehr lesen Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“.