Wilhelmshaven

11.04.2012


Hightech für die Sicherheit auf See


Bei der Genehmigung von Offshore-Windparks spielt Sicherheit auf See eine wichtige Rolle. Die Radar-Anlagen aus Wilhelmshaven werden im Windpark „Riffgat“ vor Borkum stehen.


Das Arche-Team präsentierte die beiden Radaranlagen (v.l.): Michael Meinhardt, Geschäftsführer Joachim Ristau und Projektleiter Marc Claaßen . Kl. Foto: Blick auf einen Überwachungsmonitor mit Jadebusen und Wesermündung.   WZ-FOTO:    Knothe

Das Arche-Team präsentierte die beiden Radaranlagen (v.l.): Michael Meinhardt, Geschäftsführer Joachim Ristau und Projektleiter Marc Claaßen . Kl. Foto: Blick auf einen Überwachungsmonitor mit Jadebusen und Wesermündung. WZ-FOTO: Knothe

 

Von Michael Halama

Wilhelmshaven - Der genehmigte Offshore-Windpark „Riffgat“ mit seinen geplanten 30 Windrädern befindet sich etwa 4,2 Kilometer südlich des Verkehrstrennungsgebietes Terschelling - Deutsche Bucht.

„Das ist ein stark befahrenes Seegebiet“, sagt Joachim Ristau, Geschäftsführer der Wilhelmshavener Arche System GmbH. „Eine sichere Warnung vor Kollisionen war deshalb eine der Voraussetzungen für die Genehmigung des Windparks. Und wir liefern sowohl das Seeraumüberwachungskonzept als auch die Technik dafür.“

Zwei hellgraue 10-Fuß-Container mit je einer Balkenantenne obendrauf nehmen die laut Ristau „modernste Radartechnik an der deutschen Küste“ auf. Bei einer nur geringen Sendeleistung von 50 Watt senden die Anlagen in einem super hohen Frequenzbereich (SHF) zwischen 9,2 bis 9,5 Gigaherz und erreichen so vom Nahbereich bis zu 15 Kilometer im Umkreis eine hohe Auflösung. Jeweils ein Display wird im Umspannwerk auf See und in der Leitwarte an Land stehen. Bei der Vorführung gestern waren auf dem Display sogar die einzelnen Lichtmasten als Lichtpunkte auf dem Terminalgelände des JadeWeserPorts auszumachen.

Eingebunden in die Darstellung seien nach der Installation selbstverständlich auch die Daten des Automatischen Identifikationssystems (AIS): Schiffe ab einer bestimmten Größe müssen in See automatisch Signale zur Identifikation aussenden.

Rund vier Wochen liefen jetzt Erprobungen und Tests, unter anderem mit einem Vermessungsschiff des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie. „Dabei wurde zum Beispiel die Wechselwirkung der genutzten Frequenzen mit anderen Radargeräten überprüft.“ Offensichtlich erfolgreich. Die beiden modernen Anlagen stehen am Deich des Marinestützpunktes; heute soll dort die Abnahme der Systeme durch die EWE Energie AG erfolgen.

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