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28.01.2011


Gedenken an Opfer des NS-Regimes


Karl-Heinz Fürst von den IG-Metall-Senioren erinnerte an die Opfer in Wilhelmshaven. 30 Menschen versammelten sich am Ehrenmal.


30 Menschen beteiligten sich an der Gedenkveranstaltung. Den Kranz trugen Edo Rector und Karl-Heinz Fürst. Vorne rechts Bürgermeister Fritz Langen.    WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

30 Menschen beteiligten sich an der Gedenkveranstaltung. Den Kranz trugen Edo Rector und Karl-Heinz Fürst. Vorne rechts Bürgermeister Fritz Langen. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Maik Michalski

Wilhelmshaven - Recht und Freiheit sind die kostbarsten Güter der menschlichen Gemeinschaft. Darauf hat Karl-Heinz Fürst (IG-Metall-Senioren) gestern auf dem Friedhof Aldenburg erinnert.

 

Am Ehrenmal wurde ein Kranz niedergelegt, um der Opfer der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten zu gedenken. Seit 1996 wird am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. An dem Tag hatten sowjetische Soldaten 1945 die Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz befreit.

 

30 Menschen waren gestern zur Kranzniederlegung gekommen. Mit einer

Schweigeminute gedachten sie der Opfer des Naziterrors. Fürst ging in seiner Rede auch auf die Getöteten in Wilhelmshaven ein. „Jüngste erwähnte Opfer bei der von den Nazis beschlossenen ,Endlösung? waren Hannelore Cohen, sieben Jahre, und ihre Schwester Ingrid, 13“, sagte Fürst. Bereits in der Nacht zum 10. November 1938, als die Synagogen im ganzen Land - auch in Wilhelmshaven - zerstört wurden, seien 48 jüdische Männer verhaftet und in die Jahnhalle gebracht worden, um ins KZ Sachsenhausen transportiert zu werden. Ferner erinnerte Fürst an die 242 Menschen aus Frankreich, Russland, Polen, Italien und Deutschland, die 1944 und 1945 am ­Alten Banter Weg im Außenlager Wilhelmshaven des KZ Neuengamme durch Hunger, Krankheit, Erschöpfung gestorben sind oder ermordet wurden.

 

Er ging ebenso auf die im Zwangsarbeiterlager Schwarzer Weg am Mühlenweg verstorbenen Niederländer ein wie auch auf die Opfer im ­Gestapogefängnis an der Ostfriesenstraße und die 100 russischen Kriegsgefangenen, die in einem Massengrab auf dem Ehrenfriedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben.

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