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12.04.2011


Fast neun Tonnen Sprengstoff detoniert


Auf der Sandbank vor der 3. Einfahrt wurden gestern weitere Wasserbomben gesprengt. Die Kampfmittelbeseitiger brauchten drei Termine, um die große Zahl an Altlasten zu vernichten.


Die Wasserbomben wurden auf dem Jappensand  vorsichtig aus dem Wattenboden geborgen und gestapelt, um sie leichter zu sprengen. Dazu wurde jede mit ca. 500 Gramm Sprengladung versehen und alles per Zeitzünder ausgelöst.   FOTO:    KBD

Die Wasserbomben wurden auf dem Jappensand vorsichtig aus dem Wattenboden geborgen und gestapelt, um sie leichter zu sprengen. Dazu wurde jede mit ca. 500 Gramm Sprengladung versehen und alles per Zeitzünder ausgelöst. FOTO: KBD

 

Von Michael Halama

Wilhelmshaven - Fast 9000 Kilo Sprengstoff in 104 Wasserbomben direkt vorm Deich: In den vergangenen Wochen hielten die gefährlichen Kriegsandenken im Watt etliche Behörden und Unternehmen in Atem (die WZ berichtete).

Gestern Mittag nun das große Aufatmen, nachdem alle aufgespürten Bomben und einige Granaten gesprengt worden waren.

Nach getaner Arbeit und Kontrolle steht Sprengmeister Gerd Schelberg zufrieden am Nassauhafen. Vor gut einer Stunde gab es die beiden letzten Sprengungen auf dem Jappensand; das fünfköpfige Team hat auch diesmal erfolgreiche Arbeit geleistet: „Wir haben 27 Wasserbomben britischer Herkunft und eine größere amerikanische gesprengt“, berichtet er.

 

Die kleineren hätten eine Wirkladung von je 80 Kilo Sprengstoff enthalten. „An denen waren noch die Flugzeugaufhängungen zu erkennen.“ Die amerikanische Wasserbombe sei dagegen ein schiffsgestützes Modell gewesen - und enthielt etwa 130 Kilo Sprengstoff. Am Sonnabend hatten die Fachleute 49 Wasserbomben zerstört, am 17. März waren es 27 gewesen.

Das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) der Zentralen Polizeidirektion Hannover war somit bereits zum dritten Mal auf dem Jappensand im Einsatz. Die Fachleute sind selbst überrascht angesichts der großen Zahl aufgespürter Wasserbomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Mehr lesen Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“.