Wilhelmshaven

03.06.2013


Dr. Tschernys „Faust“


Der Club zu Wilhelmshaven startet mit der Patenschafts-Initiative eine ganz besondere Aktion. Veröffentlicht wird auch eine Broschüre über Denkmäler der Stadt.


Dr. Wolfgang und Dr. Monika Tscherny haben im Rahmen eines CzW--Projektes die Patenschaft für die Skulptur "Die Faust" übernommen. WZ-FOTOs: Lübbe

Die künstlerisch vom Duo Kruda/Wölbern gestalteten Sitzbank „Die Faust“ aus dem Jahre 1985. Sie steht in der Marktstraße.

Wilhelmshaven/zy - „Wer an den Dingen seiner Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller Bürger, sondern ein schlechter Bürger.“ Das hat der griechische Staatsmann Perikles vor rund 2550 Jahren festgestellt.

Dr. Wolfgang Tscherny hat sich den Sinn dieses Spruches zu eigen gemacht.

Er hängt in seiner Zahnarztpraxis in der Marktstraße und er handelt danach. Dafür gibt es  einen aktuellen Anlass.

Als Mitglied eines Arbeitskreises im Club zu Wilhelmshaven (CzW), der  in den letzten drei Jahren die Denkmale im öffentlichen Raum systematisch recherchiert  bzw. die vorhandenen  Daten darüber gesammelt hat, ist er nun der erste, der auch praktische Konsequenzen aus der redaktionellen Tätigkeit zieht: Er hat die Patenschaft über „Die Faust“ übernommen, wie die Skulptur mitten auf der Fußgängerzone vor seiner Zahnarztpraxis  in der Marktstraße 89 heißt. Eine Faust mit einer bronzenen Bohle, die als Bank dient.

Die Idee, die Attrakivität im westlichen Teil der Fußgängerzone durch eine praktische Sitzbank zu erhöhen, die auch künstlerische Aspekte erfüllt, stammt von der Galeristin Christa Marxfeld-Paluszak, die Anfang der 80er Jahre in der Marktstraße eine Boutique besaß. Sie sammelte von Firmen, Banken, Geschäftsleuten und privaten Anliegern, zu denen auch Dr. Wolfgang Tscherny gehört, in kurzer Zeit 11.000 Mark und beauftragte die Wilhelmshavener Künstler Hajo Kruda und Hans-Georg Wölbern, eine Plastik zu entwerfen. „Die Faust“ – eine geschlossene Faust, die eine Sitzbank hält – war das Ergebnis.