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Wilhelmshaven

01.07.2006


„Das Herz am rechten Fleck“


Von: HL

Routine bei der Marine, aber etwas ganz Besonderes für die Beteiligten: Gestern war es ein Kommandantenwechsel auf der „Mecklenburg-Vorpommern“.

von michael halama

wilhelmshaven Abschied nehmen musste Fregattenkapitän Eckardt Menzel.

Nach 792 Tagen als Kommandant der Fregatte hat er umgerechnet etwa viermal den Erdball umrundet, dabei erfolgreiche Ausbildungsabschnitte mit Schiff und Besatzung absolviert und in zwei längeren Einsätzen die Stärke der „Mecklenburg-Vorpommern“ erlebt: Alle gemeinsam bilden ein engagiertes Team. Ruhig und sachlich verabschiedete Menzel sich in seiner Rede von der Besatzung, dankte allen für die Treue und Unterstützung. Vergaß dabei seine Familie ebenso wenig wie das Patenland und die Dienststellen an Land.

Der Kommandeur des 2. Fregattengeschwaders, Fregattenkapitän Eckhard Bödeker, überreichte im Namen der Offiziermesse an Bord zunächst Blumen an Kerstin Menzel und Antonella Reineke, die Ehefrauen der Kommandanten. Anschließend ging er auf die Besonderheiten des scheidenden Kommandanten ein. Ganz wichtig: Menzel habe „das Herz am rechten Fleck“, die Besatzung würde auf ihren „Ecki“ Stein und Bein schwören. Noch lange werde sich die „Crew“ positiv an ihn erinnern.

Dann übergab Menzel das Kommando über die „Mecklenburg-Vorpommern“ an Fregattenkapitän Ulrich Reineke. Menzel wechselt in den Personalbereich des Verteidigungsministeriums. Sein 1964 geborener Nachfolger wohnt mit Ehefrau Antonella und den vier Kindern in Jever.

„Ich bin froh und glücklich“, so Reineke zu Beginn seiner Ansprache. Borderfahrungen habe er auf den Zerstörern „Lütjens“ und „Mölders“, der französischen Fregatte „Georges Leygues“ sowie den Fregatten „Karlsruhe“ und „Köln“ gesammelt. Die Klasse 123 kenne er noch nicht so gut; „Zeigen und erklären Sie mir das Schiff!“, wünscht er sich deshalb von der Besatzung. Stehe der Auftrag auch an erster Stelle, der fordernde Dienst an Bord müsse auch Spaß machen. Reineke möchte seinen Soldaten „auf Augenhöhe“ begegnen: Er will das Gespräch mit ihnen suchen und sie unabhängig vom Rang auch als Menschen kennen lernen.

Das Bild zum Bericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe der WZ