NICHT ZUGEORDNET

19.08.2011


Binnenschiffe aus Weser zum JadeWeserPort?


Ein Anschluss ans Binnenwasserstraßennetz würde den Containerhafen aufwerten. Zudem wäre er ökologisch sinnvoll.


An der  1750 Meter lagen, für Containerriesen gedachte Kaimauer wäre für kleine Binnenschiffe schon angesichts des großen Tidehubes kaum nutzbar. WZ-FOTO: Lübbe

An der 1750 Meter lagen, für Containerriesen gedachte Kaimauer wäre für kleine Binnenschiffe schon angesichts des großen Tidehubes kaum nutzbar. WZ-FOTO: Lübbe

Von Gerd Abeldt


Wilhelmshaven - Die Suche nach einen Binnenwasser-Anschluss für Wilhelmshaven bekommt eine neue Richtung. Nachdem in der Vergangenheit der Bau eines Kanals durch Butjadingen zur Weser oder die Ausbaggerung der Kaiserbalje durchs Wattenmeer als unrealistisch verworfen worden waren, wird derzeit die Verlegung der Grenze zwischen Binnen- und Seeschifffahrt geprüft.


Wie der Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft, Axel Kluth, gestern anlässlich eines Besuchs des SPD-Europaabgeordneten Matthias Groote an der Containerhafen-Baustelle sagte, liefen derzeit Voruntersuchungen, an denen die Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD), das Verkehrsministerium und der Germanische Lloyd beteiligt sind. Bei der Verschiebung der Seeschifffahrtsgrenze nach Westen (auf die Nordsee hinaus) , könnten seegängige Binnenschiffe in Küstennähe von der Weser kommend den den JadeWeserPort anlaufen. Kluth: „Das wäre günstig, ökologisch unproblematisch und technisch machbar.“


Der Bau eines Kanals durch Butjadingen gilt als zu teuer und kaum planbar. Die Ausbaggerung der Kaiserbalje durch den Nationalpark Wattenmeer war vor Jahren aus ökologischen Gründen verworfen worden.


Sinn machen würde eine Anbindung des JadeWeserPorts ans Binnenwasser-Straßennetz spätestens mit der Erweiterung des Hafens. Dann könnte man eine für Binnenschiffe nutzbare Kaje einplanen. An der 1750 Meter lagen, für Containerriesen gedachte Kaimauer wäre für kleine Binnenschiffe schon angesichts des großen Tidehubes kaum nutzbar.


Mehr lesen Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“.



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