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16.04.2012


44-Jähriger zündete Sprengsätze


Sondereinsatzkräfte der Polizei aus Hannover überwältigten den verwirrten Mann am Vormittag und nahmen ihn fest. Die Weserstraße war mehrere Stunden lang weiträumig abgesperrt.


In der Weserstraße 31 hat ein 44-Jähriger gestern Morgen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein Sondereinsatzkommando aus Hannover konnte den offenbar verwirrten Mann am Vormittag überwältigen.  WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

In der Weserstraße 31 hat ein 44-Jähriger gestern Morgen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein Sondereinsatzkommando aus Hannover konnte den offenbar verwirrten Mann am Vormittag überwältigen. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

Von Kristin Hilbinger

Wilhelmshaven - Ein 44-jähriger Mann löste gestern am frühen Morgen in der Weserstraße einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus. Um kurz nach 6 Uhr hatten Anwohner die Polizei alarmiert, weil in der Weserstraße 31 offenbar geschossen wurde.

 

Die Polizeibeamten, die kurz darauf in dem Haus eintrafen, bedrohte der Bewohner der besagten Wohnung mit einer Waffe. Die Beamten zogen sich daraufhin zurück. Der 44-Jährige verschanzte sich in seiner Wohnung.

Da die Gefahr bestand, dass der Mann im Besitz scharfer Waffen und mög­licherweise selbst gebastelter Sprengsätze ist, wurde Verstärkung aus dem Direktionsbereich Oldenburg und ein Sondereinsatzkommando aus Hannover zur Unterstützung gerufen.

 

Bewohner des Mietshauses wurden weitgehend evakuiert, die Weserstraße zwischen Küstenmuseum und Lahnstraße gesperrt.

Die Polizei versuchte über Stunden Kontakt zu dem Mann aufzunehmen, der einen verwirrten Eindruck auf die Beamten machte und auf die Ansprache aggressiv reagierte. Er warf Böller durch den Türschlitz seiner Wohnung, die im Treppenhaus detonierten.

 

Gegen 10.40 Uhr überwältigten die Sondereinsatzkräfte den Mann schließlich in seiner Wohnung und nahmen ihn fest. Er wurde dabei leicht verletzt und noch vor Ort von einem Arzt behandelt. Eine Polizeibeamtin erlitt ein Knalltrauma, ein weiterer Polizist zog sich leichte Prellungen zu. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Zum Motiv des offenbar geistig verwirrten Täters konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. In der Wohnung des 44-Jährigen fanden die Beamten mehrere Böller aus Osteuropa sowie selbstgebastelte Sprengkörper und militärische Pyrotechnik.

Der Mann war schon früher wegen Verstoßes gegen das Waffengesetzt sowie gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgefallen.

 

Mehr lesen Sie heute in der „Wilhelmshavener Zeitung“.