Wilhelmshaven

02.03.2018


Mehr als ein "Durchlaufposten"


Nach eineinhalb Jahren übergibt Fregattenkapitän Scherrer die "Brandenburg" an Jan Hackstein ab. Dennoch war es für den "Alten" und die Besatzung eine herausfordernde und prägende Zeit.


Der neue Kommandant der  „Brandenburg“, Fregattenkapitän Jan Hackstein (v. l.), Kapitän zur See Jörg-Michael Horn, Kommandeur des 2. Fregattengeschwaders, und der scheidende „Alte“, Fregattenkapitän Christian Scherrer.  WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Der neue Kommandant der "Brandenburg", Fregattenkapitän Jan Hackstein (v. l.), Kapitän zur See Jörg-Michael Horn, Kommandeur des 2. Fregattengeschwaders, und der scheidende "Alte", Fregattenkapitän Christian Scherrer. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Michael Halama

Wilhelmshaven - Bei klirrender Kälte übergab gestern Christian Scherrer (43) das Kommando über die Fregatte „Brandenburg“ an seinen Nachfolger Jan Hackstein (43). Es waren keine eineinhalb Jahre als Kommandant - doch Scherrer erwartet eine neue Verwendung als Sprecher für die Themen Marine, Nato und EU im Presse- und Informationsstab des Verteidigungsministeriums.

„Eine Verwendung, die man nicht ablehnen kann“, betonte Kapitän zur See Jörg-Michael Horn. Der Geschwader-Chef gab sich durchaus zufrieden mit den Leistungen des scheidenden „Alten“: „Es war mir eine Freude, dein Kommandeur gewesen zu sein!“

Fregattenkapitän Scherrer, sonst so sicher und wortgewandt auftretend, zeigte beim Kommandowechsel Emotionen - und sparte dennoch nicht an Kritik: „Es war eine viel zu kurze Zeit - und es macht Sinn, so eine wichtige Führungsverwendung für drei Jahre auszufüllen.“ Keinesfalls dürfe Kommandant allein ein „Durchlaufposten“ auf dem Karriereweg sein.