Wilhelmshaven

13.09.2017


Wirtschaftsinstitut: Geringverdienern in Wilhelmshaven fehlt angemessene Förderung


Auch Geringverdiener könnten Wohneigentum bilden, wenn der Staat die Wohnbauförderung reaktivieren würde. Das sagt das von der Wirtschaft beauftragte Pestel-Institut.


Mit spitzem Bleistift kalkuliert das Pestel-Institut: Demnach könnten auch Geringverdiener Wohnei gentum erwerben, wenn der Staat sie dabei fördern würde.    Foto: William Diller   /Pestel-Institut

Mit spitzem Bleistift kalkuliert das Pestel-Institut: Demnach könnten auch Geringverdiener Wohnei gentum erwerben, wenn der Staat sie dabei fördern würde. Foto: William Diller/Pestel-Institut

 

Wilhelmshaven/si/ - In Wilhelmshaven könnten künftig mehr Menschen in einem Zuhause wohnen, das ihnen auch selbst gehört. Das zeigt eine Modellrechnung des Pestel-Instituts (Hannover), bei der es darum geht, die Chancen zu ermitteln, mit denen Mieter zu Wohnungseigentümern werden.

Demnach kann in der Stadt Wilhelmshaven die Wohneigentumsquote von derzeit 31 Prozent noch gesteigert werden. Die Studie wurde von der „Initiative Wohnperspektive Eigentum“ in Auftrag gegeben, hinter der der Verbraucher-Verband privater Bauherren und Unternehmen der Bauwirtschaft und des Baustoffhandels stehen. Ihr erklärtes Ziel ist die Förderung der Bauwirtschaft. Sie will politischen Druck aufbauen, damit der Staat wieder mehr für die Wohnbauförderung und den Wohneigentumserwerb tut.

Das Pestel-Institut hat in seinem regionalen „Wohnungskauf-Check“ - speziell zugeschnitten auf den Wohnungsmarkt in Wilhelmshaven - auf der Grundlage aktueller Immobilienpreise berechnet, wer sich als Mieter künftig ein Reihenhaus oder eine Eigentumswohnung leisten kann - und das mit solider Finanzierung.

Voraussetzung ist, dass der Staat sie dabei durch ein Programm mit langfristigen Krediten über die KfW-Förderbank unterstützt und ihnen Sicherheit bei den Zinsen gibt.