Friesland

20.09.2019


Warnstreik: Der Haustarif ist noch nicht in Form gegossen


Die Fronten zwischen Geschäftsführung und Belegschaft bei Sande Stahlguss scheinen verhärtet. Die Forderung der Mitarbeiter: 4,3 Prozent mehr Gehalt. So reagiert die Geschäftsführung.


Über 90 Metaller legten am Donnerstag zum Warnstreik bei Sande Stahlguss ihre Arbeit nieder.      WZ-Foto:     Lübbe

Über 90 Metaller legten am Donnerstag zum Warnstreik bei Sande Stahlguss ihre Arbeit nieder. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Sebastian Urbanczyk

Sande - „Wir wollen nur, was die anderen auch bekommen haben.“ Das sagte gestern Mittag Felix Hartmann, IG Metall Gewerkschaftssekretär, vor den Toren des Unternehmens Sande Stahlguss.

Über 90 Mitarbeiter des knapp 130 umfassenden Betriebes haben für zwei Stunden ihre Arbeit niedergelegt, um genau diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Und die sind ziemlich eindeutig. 4,3 Prozent mehr Gehalt.

„Wir haben in den vergangenen drei Jahren auf sämtliche Lohnerhöhungen verzichtet und wir hatten über acht Jahre Kurzarbeit weil es dem Unternehmen nicht gut ging“, so Karsten Schömann, Betriebsratsvorsitzender. Fast fünf Millionen habe die Belegschaft dem Unternehmen dadurch „geschenkt“, rechnet Schömann vor. „Aber auch unsere Kosten sind gestiegen, die Geschäftsführung zeigt allerdings keine Gesprächsbereitschaft.“ Man spüre eine Art Verweigerung der Belegschaft gegenüber, beschreibt Hartmann die ersten Lohnverhandlungen seit vier Jahren.

Das möchte Geschäftsführer Fred Menn so nicht stehen lassen. „Wir zeigen sehr wohl Gesprächsbereitschaft, allerdings behaart Herr Hartmann auf seiner Maximalforderung von 4,3 Prozent, und die ist für uns nicht machbar.“ Dass die Fronten zwischen Belegschaft und Geschäftsführung so verhärtet sind, hat einen Grund. Das Unternehmen Sande Stahlguss ist nicht an den Flächentarif gebunden sondern hat einen eigenen Haustarif.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 20. September 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.