Friesland

04.11.2018


Gedanken an den Spender sind immer da


Carolin Heckeroth und Kurt Bleek leben mit fremden Organen.


Carolin Heckeroth lebt seit März 2017 mit einer fremden Lunge. Ein Notfallausweis, Desinfektionsmittel, Mundschutz und haufenweise Tabletten sind seither ihre ständigen Begleiter.     WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Carolin Heckeroth lebt seit März 2017 mit einer fremden Lunge. Ein Notfallausweis, Desinfektionsmittel, Mundschutz und haufenweise Tabletten sind seither ihre ständigen Begleiter. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Kristin Hilbinger
Carolin Heckeroth gibt ihrem Gegenüber nicht die Hand. Manchmal stößt das auf Unverständnis. Aber für die 33-Jährige kann es überlebenswichtig sein, nicht krank zu werden. Sie lebt mit einer fremden Lunge. Im März vergangenen Jahres wurde sie ihr an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) transplantiert.

Da lag bereits ein langer Weg hinter der Jeveranerin.

 

Sie wurde mit Mukoviszidose geboren. Das ist ein Gendefekt und die häufigste Erbkrankheit in Deutschland. Die Krankheit bewirkt, dass die Lunge der Betroffenen verschleimt. Mit Atemtherapien könne man damit jahrelang leben. „Die Transplantation ist aber irgendwann unumgänglich“, erklärt Heckeroth.

 

Im Herbst 2016 hatten ihre Ärzte entschieden, dass es Zeit war, zu handeln. Da hatte die junge Frau noch eine Lungenfunktion von 25 Prozent. „Mein Leben war in den Monaten vor der Transplantation nicht mehr lebenswert“, erzählt sie. Sie habe da schon einige Zeit ein Sauerstoffgerät bei sich getragen und sei nachts beatmet worden. „Ich war sehr schwach, untergewichtig, hatte Atemnot und natürlich auch Ängste“, sagt sie.

Nach der Entscheidung der Ärzte aktiv zu werden, standen für Carolin Heckeroth diverse Untersuchungen an. Sowohl körperlich, als auch psychisch muss ein Patient auch in der Lage sein, eine Transplantation zu überstehen. Denn bevor es zu einer Transplantation kommen kann, muss ein anderer Mensch sterben. „Das eigene Überleben mit Hilfe eines Spenderorgans darf nicht zu Schuldgefühlen führen. Dann kann man damit nicht leben“, erklärt Heckeroth. In den Wochen vor der Transplantation stand für sie die Vorbereitung auf den Eingriff im Vordergrund. Es ging darum, den Körper so gut wie möglich zu stabilisieren. „Den Gedanken an den Spender habe ich ausgeblendet“, sagt sie.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der „Wilhelmshavener Zeitung“ von Samstag, 3. November. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.