Benutzernamen vergessen?
 
Passwort vergessen?
 
Wozu anmelden?

Friesland

30.12.2017


Ein Hooksieler sorgt für Strom im Gazastreifen


Die Menschen leben mit nur zwei Stunden Strom am Tag. Thomas Siwczak überholt mit seiner Firma das einzige Kraftwerk in dem von Israel abgeschotteten Gebiet.


Thomas Siwczak (hinten rechts) hat sich in seinem Team in Gaza wohl gefühlt. Auf dem Bild am Strand von Gaza (von links) Marta, Leithen, Henk, Marcio und Joris. Fotos: Sipa/p

 

Von Gerd Abeldt
Hooksiel/Gaza - Der Gazastreifen ist Teil eines der brisantesten politischen Konfliktherde der Welt. Seitdem US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat, fliegen wieder vermehrt Raketen militanter Palästinenser in Richtung Südisrael - und die Antwort kommt prompt.

Israelische Kampfflugzeuge beschießen vermeintliche Trainingsstützpunkte der radikal-islamischen Hamas im Norden des Küstengebietes am Mittelmeer.

Der Hooksieler Thomas Siwczak verfolgt gespannt, wie sich die Lage vor Ort entwickelt. Der 50-jährige Maschinenbauingenieur kennt den Gazastreifen inzwischen aus dem Effeff. Mit einem Team von Energieanlagen-Fachleuten hat er von Mai bis Oktober dieses Jahres das Kraftwerk in Gaza technisch überholt. Siwczak hat das Kraftwerksgeschäft bei Siemens und Eon gelernt, bevor er sich 2010 selbstständig machte und seither als geschäftsführender Gesellschafter der Sipa Powertech GmbH (Oberhausen) weltweit Serviceleistungen an thermischen Kraftwerken erbringt.

„Ich hatte den Kraftwerksleiter Dr. Rafiq Maliha im November 2016 in Amman in Jordanien getroffen. Da haben wir die notwendigen Servicearbeiten an den vier Siemens-Gasturbinen vom Typ SGT 600 mit jeweils 26 Megawatt besprochen“, schildert Siwczak.