Wilhelmshaven

09.12.2016


"Eddy One" treibt in der Nordsee umher


Holzklötzchen, die auf der Nordsee treiben, dienen einem wissenschaftlichen Zweck: Forscher wollen wissen, wohin sie wie schnell treiben.


Eines der Holzplättchen, die zu Forschungszwecken in der Nordsee treiben. Das ICBM-Verbund-Projekt soll die Verteilung des Plastikmülls im Meer  aufzeigen.   FOTO:    Riexinger/ICBM

Eines der Holzplättchen, die zu Forschungszwecken in der Nordsee treiben. Das ICBM-Verbund-Projekt soll die Verteilung des Plastikmülls im Meer aufzeigen. FOTO: Riexinger/ICBM

Von Hartmut Siefken
Wilhelmshaven - Das Verbundprojekt „Makroplastik in der südlichen Nordsee - Quellen, Senken und Vermeidungsstrategien“ ist erfolgreich gestartet. Wissenschaftler des auch in Wilhelmshaven ansässigen Instituts für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg haben seit Anfang Oktober 4800 von insgesamt 100 000 Holzklötzchen (siehe kleines Bild) ins Meer geworfen.

Bei den Bürgern stößt das Projekt laut Mitteilung der Universität auf große Resonanz. Über 1600 Meldungen gingen bereits in den ersten Wochen auf der eigens eingerichteten Homepage www.macroplastics.de ein.

An diesem Forschungsprojekt kann und soll sich jedermann, der an den Stränden der südlichen Nordseeküste spaziert, beteiligen. Wer eines der deutlich markierten Holzstückchen findet, wird gebeten, den Drifter-Fund über die oben genannte Webseite in eine Karte einzutragen oder den BeachExplorer als App aufs Smartphone herunterzuladen. Mit dem BeachExplorer kann man neben Driftern auch Müll- und viele weitere Strandfunde identifizieren und melden.