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Campus

01.12.2017


Versäumte Gebühren: Uni Oldenburg lässt 41 Studenten ihr Studium fortsetzen


Weil Gebühren nicht zum Stichtag eingingen, wurden zahlreiche Studenten der Uni Oldenburg überraschend exmatrikuliert. Jetzt wurden 41 von ihnen wieder zugelassen.


DPA-Foto: Kalaene

Oldenburg/sun - Nach der überraschenden Exmatrikulation von zahlreichen Studenten gab es insbesondere bei Studentenvereinigungen eine Welle der Entrüstung. Nun macht die Carl-von-Ossietzky-Universtität Oldenburg bei 41 der Betroffenen den Schritt rückgängig. "Das Präsidium hat sich dazu in Abwägung der möglichen persönlichen Folgen für die betroffenen Studierenden entschlossen, obwohl die Exmatrikulation rechtlich korrekt war“, erklärt Jörg Stahlmann, Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen, in einer Mitteilung.

Die Universität erwarte, dass weiterhin ausstehende Zahlungen kurzfristig beglichen werden.

Laut Mitteilung habe die Hochschule die Studenten mehrfach über das Rückmeldeverfahren informiert. Seit April habe es fünf Hinweise gegeben - per Brief, E-Mail und über ein internes Lernamagement-System. Der Semesterbeitrag in regulärer Höhe von 350,10 Euro hätte bis zum 31. Juli 2017 gezahlt werden müssen. Wer bis dahin nicht zahlte, habe eine Mahnung zuzüglich einer Gebühr in Höhe von 15 Euro erhalten sowie eine vierwöchige Fristverlängerung zur Zahlung des Gesamtbetrags.
Erst danach sei die Exmatrikulierung von Studenten, die weiterhin nicht zahlten, gemäß dem niedersächsischen Hochschulgesetz (§ 19 Abs. 6 Satz 3 NHG) erfolgt. 
Der Semesterbeitrag setzt sich aus den Gebühren für das Semesterticket, dem Studentenwerksbeitrag, dem Studentenschaftsbeitrag, einem Beitrag für die Fahrradselbsthilfewerkstatt der Hochschule. sowie einem Verwaltungskostenbeitrag (75 Euro) zusammen. 
Nach der Welle von Exmatrikulationen Ende September reichte der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) der Hochschule eine Musterklage beim Verwaltungsgericht ein. Der AStA kritisierte eine mangelhafte Kommunikation und ein unerwartet hartes Vorgehen gegen verspätete Zahlungen. 

In einer Mitteilung auf der eigenen Homepage spricht das Gremium von einer harten Kehrtwende im Umgang mit zu spät eingezahlten Beiträgen und Gebühren. In der Vergangenheit sei es nie ein Problem gewesen, wenn Studierende die geforderte Mahngebühr nicht oder den Semesterbeitrag erst Wochen nach der eigentlichen Frist gezahlt hätten. Eine Rückmeldung ohne Sanktionen sei stets auch nach Beginn des Semesters möglich gewesen. Gerade im Hinblick auf Studenten ohne private oder staatliche finanzielle Unterstützung sei ein solcher kulanter Umgang stets begrüßenswert gewesen, heißt es weiter.
Deutliche Hinweise zum veränderten Umgang mit Zahlungsfristen habe es im Vorfeld keine gegeben.
Auch wird die Kommunikation und der Umgang mit den Studierenden nach Bekanntwerden der Exmatrikulation kritisiert, zudem habe es auf einigen internen Webseiten auf Grund technischer Fehler mehrere Falschaussagen zu entrichteten Beiträgen gegeben.