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24.06.2019


Eine Uhr für stürmische Zeiten


Auf stürmischer See sind Timing und Zuverlässigkeit lebenswichtig. Mühle-Glashütte hat in Zusammenarbeit mit den Besatzungen der S.A.R. Seenotrettungskreuzer eine Uhr entwickelt, die Wind und Wasser trotzt.


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Seenotretter verlassen sich auf Mühle Glashütte. Foto: Björn Lübbe

Seenotretter verlassen sich auf Mühle Glashütte. Foto: Björn Lübbe

WILHELMSHAVEN. Die Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind bei Tag und Nacht unterwegs, bei Wind und Wetter, peitschendem Regen, bei schweren Brechern und brüllender See.

„Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!“ Die Worte aus Otto Ernsts Ballade „Nis Randers“ treffen es auch heute noch auf den Punkt; denn, mit dem „Blanken Hans“ ist nicht zu spaßen. Der Jadebusen mit seinen Watt- und Flachwassergebieten wird vor allem von der Freizeitschifffahrt und Surfern genutzt. Bei südwestlichen Winden baut sich dort schnell eine steile See auf, die zusammen mit der starken Tideströmung zu gefährlichen Situationen führen kann. Auch deshalb machen die 21 freiwilligen Seenotretter um Vormann Erwin Clausen mit dem 8,5 Meter langen Seenotrettungsboot „Otto Behr“ regelmäßig Kontrollfahrten in ihrem Revier.

Eine Armbanduhr für diese außergewöhnlichen Bedingungen muss „nur“ zwei Ansprüche erfüllen: Sie muss in jeder Situation verlässlich die Zeit anzeigen, und sie darf nicht zu Bruch gehen. Mühle-Glashütte hat nach diesen Vorgaben und in Zusammenarbeit mit den Vorleuten der Rettungsflotte den S.A.R. Rescue-Timer konstruiert, der seit 2002 bei der DGzRS im Einsatz ist.

Alles an ihm ist auf Strapazierbarkeit und Funktionalität ausgelegt. So wird das aus Sicherheitsgründen abgerundete Edelstahlgehäuse auf der Oberseite von einer Kautschuklünette umschlossen, und das Saphirglas ist mit vier Millimetern doppelt so stark wie üblich. Auf diese Weise ist die Uhr gegen Stöße und Schläge von außen gesichert.

Zudem ist sie bis zu einem Druck von 100 bar (der einer Tauchtiefe von 1.000 m entspricht) wasserdicht. Das Automatikkaliber SW 200-1 mit der bei Mühle entwickelten Spechthalsregulierung und eigenem Rotor ist besonders stoßsicher und nimmt klaglos Schläge hin, die andere mechanische Uhrwerke in Mitleidenschaft ziehen würden.

Das Zifferblatt ist ganz auf optimale Ablesbarkeit selbst unter Extrembedingungen ausgelegt: Großflächige Dreiecke markieren die 3, 6, 9 und 12 – sie sind so angeordnet, dass stets mit einem Blick erkennbar bleibt, wo die 12 liegt. Wie die übrigen Indizes und die Zeiger sind sie mit Superluminova belegt, einer enorm stark und lange nachleuchtenden Farbe – so bleibt ein Rettungseinsatz selbst in tiefer Nacht exakt koordinierbar.

Die verschraubte Krone liegt nicht wie üblich auf der 3, sondern auf der 4, um beim rettenden Zugriff oder bei der Bergung aus dem Rettungsboot Verletzungen der Beteiligten ebenso wie Beschädigungen an der Uhr auszuschließen.