06.02.2018


Willkommen im Wunderland der Dinge


Marion Eichmann erschnippelt sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Papierarbeiten und Collagen beleben mit Einzigartigkeit und Internationalität die Ausstellungsräume auf Burg Kniphausen.


Ausstellung eröffnet: (von links) Dorothee Baer-Bogenschütz aus Frankfurt/Main führte in die Schau von  Marion Eichmann (Mitte) ein; rechts Heike Prinz, Geschäftsführerin der Stiftung Burg Kniphausen.      WZ-Foto:    Lübbe

Ausstellung eröffnet: (von links) Dorothee Baer-Bogenschütz aus Frankfurt/Main führte in die Schau von Marion Eichmann (Mitte) ein; rechts Heike Prinz, Geschäftsführerin der Stiftung Burg Kniphausen. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Carolin v. Nordeck
Wilhelmshaven - Es ist ein bisschen wie im Märchen: eine Künstlerin bereist die ganze Welt, lebt in Asien, in Afrika und sammelt die Dinge, von denen es am meisten gibt: Eindrücke der Alltäglichkeit. Daraus erwächst beinahe spielerisch ein neuer, fantastischer Kosmos der Möglichkeiten, neue Ebenen der Betrachtungen.

Und, um es gleich vorweg zu nehmen: Die aktuelle Ausstellung „Points“, von der international erfolgreichen Künstlerin Marion Eichmann, adelt nicht nur den Ahnensaal der Burg Kniphausen, sie ist ein richtiger Kunst-Knaller im Ausstellungsjahr 2018.

Gar niemand sollte diese Ausstellung ungesehen vorüberziehen lassen. Laudatorin Dorothee Baer-Bogenschütz (Frankfurt am Main) wählt in ihrer Funktion als Kunsthistorikerin und Kulturjournalistin naturgemäß einen tiefen Einstieg, um die Kunst der Marion Eichmann in Worte zu fassen: „Wir sehen hier ein ,Best of’, Arbeiten, die den Blick weiten, vom Einfachen des Haptischen, bis zu einem Wunderland der Dinge, an deren Beginn immer die Zeichnung steht.“

Baer-Bogenschütz spricht auch von „kapriziösen Einfällen“ und „kompositorisch fruchtbar gemachten Fundstücken“ - nur Sprache allein reicht im Falle Eichmann nicht aus. Der Blick aufs Exponat, die Schaulust an sich, ist notwendig, um dieses faszinierende Werk zu erkunden.

Die Ausstellung „Points - Papierarbeiten und Collagen“ von Marion Eichmann ist bis zum 18. März mittwochs und sonnabends jeweils von 15 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr im Ahnensaal der Burg Kniphausen zu sehen.