12.09.2019


Verein unter finanziellem Dauerdruck


Der Insolvenzhilfeverein muss einen Insolvenzantrag stellen.


Foto: DPA

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Wilhelmshaven/lr - Mit finanziellen Schieflagen kennt sich der Insolvenzhilfeverein aus. Seit 20 Jahren fungiert der gemeinnützige Verein als qualifizierte Schuldnerberatungsstelle. Auch der Verein selbst steht immer an der Schwelle zur Unterfinanzierung, wird nur vom Land Niedersachsen gestützt.

Jetzt musste der Insolvenzhilfeverein Insolvenzantrag stellen. Aber Schuldnerberater Tim Sommer bleibt optimistisch.

Wie er gegenüber der „Wilhelmshavener Zeitung“ erklärte, sei bereits ein Zukunftskonzept für den Insolvenzhilfeverein erarbeitet worden. Man habe sich vor 15 Jahren in einer ähnlich prekären Situation befunden und auch damals eine Lösung gefunden. Doch egal welche Folgen das aktuelle Insolvenzverfahren nach sich ziehe, das Grundproblem sei längst bekannt und bleibe vermutlich auch bestehen, sagt Sommer. „Wir finanzieren uns alleine durch Landesmittel. Und die werden auch zukünftig nicht reichen, decken unsere Kosten zu vielleicht 70 Prozent!“

Allein die Tatsache, dass sich die Stadt Wilhelmshaven in der Schufa-Statistik mit rund 10 Prozent überschuldeter Haushalte immer in der „Spitzengruppe“ befinde, mache die Wichtigkeit einer qualifizierten Schuldnerberatung deutlich, sagt Sommer. Trotzdem habe es seitens der Stadt noch nie finanzielle Unterstützung gegeben. „Es fehlt einfach der politische Wille“, ärgert sich Sommer. „Sozialarbeit hat einfach keine Lobby - vielleicht mit Ausnahme der großen Verbände.“ Kleine(re) Institutionen wie sein Verein würden dagegen „gnadenlos ausgelaugt“.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Donnerstag, 12. September 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.