20.02.2019


Untreue-Prozess: Stand das RNK unmittelbar vor einer Insolvenz?


Ex-Geschäftsführerin Aulkemeyer sagte als Zeugin im Untreue-Prozess aus. Man habe täglich überlegen müssen, wie Rechnungen und Löhne überhaupt bezahlt werden könnten.


DPA-Foto: Gentsch

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Von Maik Michalski

Oldenburg/Wilhelmshaven - Das städtische Reinhard-Nieter-Krankenhaus (RNK) stand im Juni des Jahres 2012 vor der Insolvenz. Dies hat die ehemalige Geschäftsführerin Andrea Aulkemeyer gestern vor der 2.

Strafkammer des Landgerichtes Oldenburg ausgesagt. Die 54 Jahre alte Diplom-Kauffrau war von Juni 2012 bis Ende 2014 Geschäftsführerin und sagte als Zeugin im Untreue-Prozess gegen den Ex-Klinikdirektor Jörg Brost, Ex-Oberbürgermeister Eberhard Menzel und drei weitere Mitglieder von Aufsichtsgremien des Krankenhauses aus.

Welche Lage fand die Ex-Geschäftsführerin beim Amtsantritt vor? Ein aufgelaufener Bilanzverlust von 14 Millionen Euro, ein Minus für das Jahr 2011 von sieben Millionen Euro, ein längst verfrühstücktes Eigenkapital, dazu eine angefangene und nicht ausfinanzierte Baumaßnahme (Gesamtkosten von 54 bis 56 Millionen Euro bei eine öffentlichen Förderung von zwölf Millionen Euro). Und das alles bei einem Jahresumsatz von 74 Millionen Euro. „Wir mussten jeden Tag überlegen, welche Rechnung wir begleichen und wie wir die Löhne auszahlen können.“

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Mittwoch, 20. Februar 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.