13.09.2017


Tourismuskonzept: Ein Bündel mit Konkretem schnüren


Der vorgelegte Entwurf ist ein buntes Sammel­surium an Ideen und Visionen. Die Bewertung des Papiers im Bauausschuss reichte von "wenig konkret" bis zu "sehr gut".


Die Südseite am Wasser ist die Schokoladenseite Wilhelmshavens (der Südstrand im Vordergrund). Der Tourismus soll noch stärker in den Fokus gerückt werden und zum Wirtschaftsfaktor werden.    WZ-Foto:     Lübbe

Die Südseite am Wasser ist die Schokoladenseite Wilhelmshavens (der Südstrand im Vordergrund). Der Tourismus soll noch stärker in den Fokus gerückt werden und zum Wirtschaftsfaktor werden. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Maik Michalski

Wilhelmshaven - Der am Dienstag im Ausschuss für Planen und Bauen vorgelegte Entwurf des Tourismuskonzeptes wirkt wie ein reich gedecktes Büfett, an dem jeder etwas für seinen Geschmack finden könnte, aber nicht genau weiß, womit er anfangen soll.

Michael Diers, Geschäftsführer der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit (WTF), ist neben Dr. Jürgen Petzold, Sprecher des Beirats für Stadtentwicklung, einer der beiden Autoren, die Vorhandenes, Zukünftiges und Wünschenswertes zusammengetragen haben. Dieses bunte Sammelsurium, wie es Katja Breuer (WBV) nannte, beinhaltet alles, was Wilhelmshaven in den nächsten Jahren zu einem touristischen Magneten am Weltnaturerbe machen soll.

Die Autoren wollten eigentlich der Politik überlassen, aus dieser Auflistung selbst eine Prioritätenliste zu entwickeln. „Der Entwurf ist eine Diskussionsgrundlage“, stellte Diers zu Beginn der Debatte klar. Der Rat habe vor 13 Jahren ein solches Konzept beauftragt, „viele Jahre sind verpennt worden“. Jetzt läge nach zweijähriger intensiver Arbeit der Entwurf auf dem Tisch, noch in diesem Jahr soll aus dem Entwurf, der seit gestern eine Runde durch alle politischen Gremien dreht, ein Konzept werden, das vom Rat verabschiedet wird.

Eines ist schon jetzt klar: Ein Konzept ist Bedingung, um Fördergelder für Projekte einwerben zu können. Denn: Die Umsetzung von Maßnahmen wird Geld kosten. Ziel ist es, die jährlichen Übernachtungszahlen von derzeit rund 350 000 innerhalb von zehn Jahren zu verdoppeln, so Diers. Die Jadestadt müsse einen Imagewechsel vollziehen hin zur Stadt am Weltnaturerbe und zur Fahrradstadt.