11.09.2019


Ständig ohne Führerschein unterwegs: Wilhelmshavener muss sechs Monate ins Gefängnis


Auf den 30-Jährigen kommen weitere Strafen zu. Er hat noch weitere 16 Monate Haft offen, die seinerzeit zur Bewährung ausgesetzt worden waren.


DPA-Foto: Ebener

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Wilhelmshaven/Oldenburg/FJH - Wegen wiederholten Fahrens ohne Fahrerlaubnis muss ein 30 Jahre alter Familienvater aus Wilhelmshaven für sechs Monate in Gefängnis. Ein zunächst vom Amtsgericht in Wilhelmshaven gefälltes Urteil hat das Oldenburger Landgericht am Dienstag in zweiter Instanz bestätigt.

Der Angeklagte ist erheblich vorbestraft, auch einschlägig.

Während der erneuten Fahrt ohne Fahrerlaubnis (mit einem Roller) stand er unter zweifacher Bewährung wegen früherer Taten. Nach einem Bericht der Bewährungshilfe verliefen beide nicht gut. Ein Drogenproblem, das der Angeklagte hat, wurde nicht angegangen, eine Geldauflage von 300 Euro nicht bezahlt.

Mit diesen Negativdaten ging der Angeklagte gestern in die Berufungsverhandlung. Er hatte gegen das Amtsgerichts-Urteil Berufung eingelegt. In Oldenburg wollte er eine weitere Bewährungsstrafe erreichen. Und um Pluspunkte für sich zu sammeln, ließ er seine Frau während der laufenden Berufungsverhandlung die noch ausstehende Geldauflage von 300 Euro einzahlen.

Doch es nutzte nichts. Die Berufung wurde verworfen. So stehen nun die sechs Monate Gefängnis. Damit aber nicht genug. Der Angeklagte hat noch 16 Monate Haft offen, deren Vollstreckung seinerzeit noch zur Bewährung ausgesetzt worden war. Nun muss er damit rechnen, dass die Bewährungen widerrufen werden.