12.01.2018


Sielacht bewältigte Regenmengen gut


Das zweite Halbjahr 2017 war total verregnet. Folge: Bau- und Landwirtschaft können im Morast teilweise nicht arbeiten. Die Sielacht hatte mit den Mengen keine Probleme.


Das Maadesiel  entwässert ganz Wilhelmshaven und große Teile von Sande und Schortens. WZ-Foto: Lübbe

Das Maadesiel entwässert ganz Wilhelmshaven und große Teile von Sande und Schortens. WZ-Foto: Lübbe

Ohne Gräben (hier in Aldenburg) wären weite Teile der Stadt  in den vergangenen Monaten „abgesoffen“.  WZ-Foto:     Lübbe

Ohne Gräben (hier in Aldenburg) wären weite Teile der Stadt in den vergangenen Monaten "abgesoffen". WZ-Foto: Lübbe

 

Von Hartmut Siefken
Wilhelmshaven/Jeverland - 2017 war extrem nass. Niemand registrierte dies genauer als die Wasser- und Bodenverbände, zu der auch die Sielacht Rüstringen gehört. Die Sielacht entwässert das Wilhelmshavener Stadtgebiet und Teile der Gemeinde Sande und der Stadt Schortens.

Sie ist für die großen Gräben und Vorfluter, den Unterhalt der Maade und das Maadesiel mit seinem Schöpfwerk zuständig.

„Am Maadesiel haben wir 1200 Millimeter Niederschlag in 2017 gemessen, ein Drittel mehr als im Durchschnitt, und das Mehr ist vor allem in der zweiten Jahreshälfte heruntergeregnet“, sagt Gerd Bartels, Geschäftsführer der Wasser- und Bodenverbände in Jever. An anderen Messstellen registrierte der Verband bis zu 1700 mm Niederschlag.

Am schwersten zu leiden habe durch den Dauerregen die Landwirtschaft, so Bartels. Einige Bauern hätten ihr Vieh seit August im Stall, damit die Weiden nicht zertreten werden. Seit Monaten sei es nicht möglich, Gülle auszubringen.

Für die Sielachten allerdings stellten die Regenmengen kein Problem dar. „Wir mussten sogar weniger pumpen als in manchen anderen Jahren“, erläutert Bartels. Grund: Der Regen fiel relativ gleichmäßig, es gab keine punktuellen Starkregenereignisse, das Wasser konnte stetig abfließen. Weil die Pegel der Nordsee im Normbereich lagen, keine Sturmflutwetterlagen störten, floss das Wasser ungehindert bei Ebbe durch die Siele ab. „Die Maade hat längst wieder einen normalen Wasserstand, obwohl der Grundwasserstand noch hoch ist“, so Bartels.