20.01.2018


Science Slam: Wissenschaft hat was Humorvolles


Wilhelmshavener Wissenschaftler erklärten in zehn Minuten einem Laienpublikum ihre Forschung auf humorvolle Art und Weise. Küstenhistoriker Bente Majchzack erhielt die höchste Punktzahl.


Science Slam im Pumpwerk:  Moderator Dr. Moritz Mennenga (von links), Rosanna Schöneich-Argent, der Gewinner Bente Majchczack, Florian Müller, Judith Romhild-Raviast, Ruggero Capperucci und Dr. Juliana Köhler.     WZ-Foto:    Siefken

Science Slam im Pumpwerk: Moderator Dr. Moritz Mennenga (von links), Rosanna Schöneich-Argent, der Gewinner Bente Majchczack, Florian Müller, Judith Romhild-Raviast, Ruggero Capperucci und Dr. Juliana Köhler. WZ-Foto: Siefken

 

Von Hartmut Siefken

Wilhelmshaven - Was andernorts schon großen Anklang gefunden hat, fand erstmals auch in Wilhelmshaven statt - der Science Slam, ein rhetorischer Wettstreit zu wissenschaftlichen Themen. Zur Überraschung der Organisatoren und Veranstalter war das Pumpwerk fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Das zahlreiche Publikum brauchte sein Kommen nicht zu bereuen. Alle Vortragenden boten neues Wissen, teils überraschende Erkenntnisse und gute Unterhaltung. Für Dr. Juliana Köhler, Geschäftsführerin des Wattenmeer-Besucherzentrums, die den Siegerpokal zum Schluss überreichte, war ein Ergebnis dieser Veranstaltung, dass sie ganz sicher eine Wiederholung findet.

Durch den Abend moderierte Dr. Moritz Mennenga, Vorstandsmitglied der Nordwestdeutschen Universitätsgesellschaft (NWDUG), die den Science Slam im Rahmen ihrer winterlichen Vortragsreihe veranstaltete.

Sieben zufällig ausgewählte Freiwillige aus dem Publikum stellten sich als Juroren zur Verfügung und konnten Punkte von 1 bis 10 vergeben.

Publikum und Jury waren sich einig: Den Siegerpokal verdiente sich Bente Majchczack, Doktorand am Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung, mit seinen humorvollen Ausführungen zur Trinkkultur der Wikinger, einem Nebenaspekt seiner Forschungen über den frühmittelalterlichen Handel. Archäologische Funde belegten, dass Bier Alltagsgetränk war, und zwar in der Regel mit aus dem Süden eingeführtem Hopfen gewürzt.