19.09.2016


Schortens: Poeten lieferten sich Schlagabtausch


Gewinnerin des Poetry-Slams im "Pferdestall" wurde Annika Blanke. Die Gedichte reichten von tiefgründigen Gedanken bis hin zu Alltagskuriositäten auf Facebook.


Auf der Bühne des Schortenser Pferdestalls stellten sich dem Publikum (vorne, von links): „Vorwiegendinmoll“, Antje Haupt, Arne Folkers sowie (hinten, von links) Annika Blanke, Mirko Gilster, Louise Aschmann, Laura Wichmann, Marlene Stamerjohanns, Lukas Sparenborg, Said, Eberhard Kleinschmidt und Miriam Köppel.      FOTO:    Karasch

Auf der Bühne des Schortenser Pferdestalls stellten sich dem Publikum (vorne, von links): "Vorwiegendinmoll", Antje Haupt, Arne Folkers sowie (hinten, von links) Annika Blanke, Mirko Gilster, Louise Aschmann, Laura Wichmann, Marlene Stamerjohanns, Lukas Sparenborg, Said, Eberhard Kleinschmidt und Miriam Köppel. FOTO: Karasch

Schortens/kar - Annika Blanke hat sich beim fünften Poetry-Slam im Jugendzentrum Pferdestall Schortens durchgesetzt. In der Vorrunde der zehn Poeten erhielt die Oldenburgerin mit 46 von 50 möglichen Punkten von der Publikumsjury die zweithöchste Punktzahl. Im Finale, bei dem die Länge des Beifalls entschied, siegte die gebürtige Ostfriesin vor Antje Haupt aus Göttingen und dem Bremer „Vorwiegendinmoll“.

Die Siegerin, die ihren Vorjahrestitel verteidigte, beschrieb auf Plattdeutsch das Leben in Ostfriesland. Dort hießen die Kinder Tjalk und Menno statt Jacqueline und Kevin. „De Freude anne Spraak lat wi uns nich nehmen“, war ihr Credo. Im Finale präsentierte Annika Blanke das Wort „Smoothie“ als exemplarisch für den Verfall der Welt. Als Lehrerin bewundere sie stets, wie viel falsche Aussprache zielstrebig in ein Wort gepackt werden könne.

Die zweitplatzierte Antje Haupt aus Steinhausen „slamte“ zum dritten Mal in Schortens. Mit „Eine Handvoll Lebensfreude“ beschrieb sie theatralisch ihren Bruder, der „das Blau des Himmels“ war. Im Finale warnte sie, dass es leider nicht lustiger werde. Antje Haupt stellte hier den gemeinsamen Kampf mit einer Freundin gegen deren letztlich tödliche Krankheit dar.

„Vorwiegendinmoll“, von Moderator Lukas Sparenborg als Maskottchen des Slams bezeichnet, hatte zu seinem fünften Besuch im Pferdestall schlüpfrige Geschichten seines Alltags mitgebracht.