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24.11.2016


Protest gegen Richtlinie für Traditionssegler


Vom Bund geplante neue Sicherheitsvorschriften könnten die Betreiber von historischen Schiffen überfordern.


Die neuen Sicherheitsbestimmungen würden den Betrieb von Traditionsseglern erschweren.     WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

Die neuen Sicherheitsbestimmungen würden den Betrieb von Traditionsseglern erschweren. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

Hannover/Wilhelmshaven/dpa/wz - Niedersachsen macht sich für Änderungen in einer vom Bundesverkehrsministerium geplanten Sicherheitsrichtlinie für Traditionsschiffe stark. „Wir haben 17 schwimmende Denkmäler in Niedersachsen, und das Besondere ist: Sie schwimmen noch“, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) im Landtag.

Eine Überarbeitung des von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt geplanten Gesetzesentwurfs sei nötig. „Es geht nicht nur um die Traditionsschifffahrt, sondern auch um die vielen Ehrenamtlichen, die sich dort engagieren.“

Die Vorschrift soll von 2017 an die bauliche Beschaffenheit der Schiffe, Brandschutz und Ausrüstung sowie die Qualifikation der Crew neu regeln. Die SPD-Abgeordnete Silke Lesemann nannte die Richtlinie „absurd“. So werde beispielsweise gefordert, dass jedes Schiff einen gleich großen Anker haben müsse. Auch sollen künftig Holztreppen mit Stahl unterfüttert werden.