14.07.2019


Politik zwischen Schaukel,Sandkasten und Förmchen


So will die Stadt Jever die Spielplätze attraktiver machen. Die Pläne stoßen jedoch nicht bei allen Bürgern auf Gegenliebe. Ein Gespräch mit Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers.


Foto: DPA

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Von Malte Kirchner
WZ: Herr Albers, in Jever wird seit einigen Wochen um Spielplätze gestritten. Worum geht es - auf den Punkt gebracht - eigentlich bei der Spielleitplanung?

Jan Edo Albers: Wir haben uns in einem Konzept darauf festgelegt, dass wir die Spielplätze in Jever qualitativ besser ausstatten wollen.

Damit das in Zeiten knapper Kassen realistisch umsetzbar ist, hat ein Gutachter die Abdeckung mit Spielplätzen im gesamten Stadtgebiet überprüft. Dabei ist herausgekommen: Es gibt teilweise Überlappungen, so dass bis zu sieben Spielplätze aufgegeben werden können, ohne dass die Versorgung schlechter wird. Dabei wurde nach Vorschlag des Gutachters von 350 Metern Luftlinie um die Spielplätze ausgegangen. Wir haben danach einstimmig im Stadtrat beschlossen, die Gelder aus dem Verkauf der sieben Spielplätze eins zu eins - nicht zur Hälfte wie in anderen Kommunen - in die verbliebenden Spielplätze zu stecken, um diese attraktiver zu gestalten. Eine Erkenntnis war, dass die Nutzung der Plätze zuletzt deutlich rückläufig war. Einige Plätze sind schlechter ausgestattet als viele private Gärten. Da muss man etwas ändern.

WZ: Das klingt zunächst logisch. Warum gibt es dagegen trotzdem Proteste?

Albers: Das ist Politik.

WZ: Können Sie denn nachvollziehen, dass sich Anwohner - etwa aus der Georg-von-der-Vring-Straße - gegen den Verkauf ihres Spielplatzes wehren?

Albers: In gewisser Weise schon, weil es natürlich schöner ist, wenn man einen Spielplatz direkt vor der Haustür hat. Aber am Ende ist es mir in zweieinhalb Stunden Bürgerbeteiligung nicht gelungen, den Anwohnern zu vermitteln, dass diese Spielleitplanung bedeutet, dass sie trotzdem nicht die Gelackmeierten sind. Denn es kommt ja eine attraktive Alternative neu dazu. Mein Standpunkt ist, dass dabei für alle am Ende eine gute Versorgung herauskommt und eine bessere Qualität.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Samstag, 13. Juli 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.