14.03.2018


Nord-West-Oelleitung will in den Gas-Umschlag einsteigen


Rund 19 Mio. Tonnen Rohöl wurden 2017 umgeschlagen. Die Entscheidung über ein LNG-Teminal naht.


Freuten sich gestern über ein „super Jahr 2017“ für die NWO: (von links an einem Modell des Jade-Fahrwassers) Thomas Getrost, Geschäftsführer Dr. Jörg Niegsch und Nina Endelmann.    WZ-Foto:     Lübbe

Freuten sich gestern über ein "super Jahr 2017" für die NWO: (von links an einem Modell des Jade-Fahrwassers) Thomas Getrost, Geschäftsführer Dr. Jörg Niegsch und Nina Endelmann. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Die Nord-West Oelleitung (NWO) geht davon aus, dass die Entscheidung über den Bau eines deutschen Flüssigerdgas-Terminals innerhalb der nächsten drei Jahre fällt. Geschäftsführer Dr.

-Ing. Jörg Niegsch und der kaufmännische Leiter Thomas Getrost wiesen am Dienstag im Jahrespressegespräch des Unternehmens darauf hin, dass sich die große Koalition in Berlin darauf verständigt habe, eine LNG-Infrastruktur in Deutschland aufzubauen.

Das Rohöl-Umschlagunternehmen NWO ist eines von drei Wilhelmshavener Unternehmen, die einen LNG-Terminal planen. Anders als die Mitbewerber HES Wilhelmshaven und die Deutsche Flüssigerdgas Terminal GmbH (DFTG) setzt die NWO nicht auf einen Terminal an Land. Ihr Konzept sieht die Regasifizierung des importierten verflüssigten Erdgases an Bord eines Spezialschiffes („Floating Terminal“) am NWO-Anleger vor. Von dort würde das Gas über eine Pipeline zum Kavernenfeld in Etzel (Friedeburg) transportiert werden.

Die maßgeblich von der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung (WHV) initiierte Machbarkeitsstudie zum idealen Standort für ein LNG-Terminal habe das Interesse der Industrie an Wilhelmshaven deutlich erhöht. Jetzt werde der Markt entscheiden, welche Art von Terminal an welchem Standort - Brunsbüttel oder Wilhelmshaven - nachgefragt wird.