12.02.2019


Musikzug nach 59 Jahren aufgelöst: Der Tambourstab schwingt nicht mehr


Ob mit roten Stiefeln und kurzem Rock oder in Feuerwehr-Uniform: Die Musiker haben 59 Jahre lang ihr Publikum begeistert. Bei der Jahreshauptversammlung musste diese Ära enden.


Der erste Auftritt der Männer im Jahr 1961.    Foto:    Hänsel/p Kleines Bild: Frank Hänsel mit Erinnerungsstücken. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

Der erste Auftritt der Männer im Jahr 1961. Foto: Hänsel/p Kleines Bild: Frank Hänsel mit Erinnerungsstücken. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Meike Hinze
Bant - Mit ihren roten Stiefeln, auf Hochglanz geputzt, waren die Mädels im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bant ein echter Hingucker. Eingerahmt vom Fanfarenzug und der Blaskapelle spielten zu besten Zeiten bei Auftritten knapp 100 Musiker auf der Straße.

Doch diese Zeiten sind längst vorbei. In den vergangenen Jahren reduzierte sich die Zahl auf 13 - und schließlich zog Stadtmusikzugführer Frank Hänsel die Notbremse. Am vergangenen Freitag stellte der Musikzug wie berichtet nach 59 Jahren seine regelmäßige Tätigkeit ein.

Die Entscheidung tat weh, gibt Hänsel zu. Nicht nur ihm, auch den anderen Spielleuten, die allesamt bis zum Schluss mit viel Freude bei der Sache waren. Obwohl nur Hänsel als Brandmeister bei der Feuerwehr aktiv war, wurden alle Musiker in die Alters- und Ehrenabteilung versetzt. „Wir bleiben kameradschaftlich verbunden, musizieren fürs erste aber nicht mehr.“

Gegründet wurde der Musikzug 1960 als Spielmannszug der Ortsfeuerwehr Bant. Einer der Gründungsväter: Ortsbrandmeister Otto Meinhardt, der sogleich zum ersten Leiter des Spielmannszugs wurde. Der erste Auftritt folgte am 1. Mai 1961 auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr in der Mozartstraße, wo damals noch die Ortswehr Heppens mit angesiedelt war. „Um die 20 Männer waren dabei“, erzählt Hänsel. Bis 1965 blieben die Herren unter sich, dann öffnete sich der Zug für junge Mädchen, die die Querflöte erlernten. „Beim Siedlerfest in Voslapp traten die Feuerwehrleute und die Mädchen 1966 zum ersten Mal gemeinsam auf und sorgten für Begeisterung.“

 

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Dienstag, 12. Februar 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.