12.04.2017


Kraftakt für Kohlekraftwerk notwendig


Für das Uniper-Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven wäre eigentlich 2021 Schluss. Die richtigen Rahmenbedingungen könnten die mehr als 120 Arbeitsplätze auch darüber hinaus sichern.


Blick über den Jadebusen vom Uniper-Kraftwerk mit der Tankerlöschbrücke der Nord-West Oelleitung GmbH und dem Rüstringer Berg.        WZ-Foto:    Urbanczyk

Blick über den Jadebusen vom Uniper-Kraftwerk mit der Tankerlöschbrücke der Nord-West Oelleitung GmbH und dem Rüstringer Berg. WZ-Foto: Urbanczyk

Von Sebastian Urbanczyk

Wilhelmshaven - Seit zwei Wochen steht das Uniper-Steinkohlekraftwerk auf dem Rüstersieler Groden mittlerweile still. Der Bedarf in Deutschland an Strom ist durch die regenerativen Energien gedeckt, der Strom aus der Jadestadt wird nicht gebraucht.

Eine Situation, mit der sich Kraftwerksleiter Thomas Hohmann immer häufiger konfrontiert sieht.

Diese Problematik brachte Hohmann am Dienstag in einem Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer (Zetel) sowie den CDU-Landtagskandidaten Stephan Hellwig (Wilhelmshaven) und Jens Damm (Wangerland) für den Wahlkreis Friesland/Jade zum Ausdruck. „Um zukünftige Versorgungslücken hundertprozentig schließen zu können, brauchen wir Kohlekraftwerke“, betonte Hohmann.

Nach eigenen Angaben zählt das 1976 in Betrieb genommene Steinkohlekraftwerk mit 757 Megawatt zu den leistungsstärksten Anlagen in Deutschland. Um aber auch weiterhin effizient über das Jahr 2021 hinaus arbeiten zu können, müssen laut Hohmann die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Immerhin stünde mit einer Schließung des Standortes Wilhelmshaven nicht nur die Existenz der über 120 Mitarbeiter auf dem Spiel, ergänzt Silvia Janßen, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende. „Wir sind mit 30 Auszubildenden ein großer Ausbildungsbetrieb in der Region, und zahlreiche Zweitfirmen wären ebenfalls betroffen“, so Janßen weiter.