13.02.2018


Klinikum ist "Netzwerk Pro Beweis" beigetreten


Bei vielen Gewaltopfern besteht eine hohe Hemmschwelle, zeitnah eine Strafanzeige zu erstatten. Das "Netzwerk Pro Beweis" soll bei der schnellen Dokumentation und Spurensicherung von Beweisen helfen.


Stellten das neue Projekt vor: (v. li.)    Dr. Alexandra König, Reinhold Keil, Heike Landig, Prof. Dr. Susanne Grüßner, Christoph Lemberg, (alle Klinikum Wilhelmshaven), Sarah Stockhausen, Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Rechtsmedizin, Ellen Seehausen, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Wilhelmshaven.    WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Stellten das neue Projekt vor: (v. li.) Dr. Alexandra König, Reinhold Keil, Heike Landig, Prof. Dr. Susanne Grüßner, Christoph Lemberg, (alle Klinikum Wilhelmshaven), Sarah Stockhausen, Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Rechtsmedizin, Ellen Seehausen, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Wilhelmshaven. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Maik Michalski

Wilhelmshaven - Das Klinikum Wilhelmshaven ist dem vom Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover gebildeten „Netzwerk Pro Beweis“ beigetreten, das durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert wird.

Zum Netzwerk gehören Untersuchungsstellen in Niedersachsen, in denen Betroffenen von häuslicher und/oder sexueller Gewalt, die noch keine Strafanzeige erstatten können und wollen, eine gerichtsverwertbare Untersuchung in Form einer Verletzungsdokumentation und Spurensicherung angeboten wird.

Statistische Erhebungen belegen, dass 80 Prozent der von häuslicher oder sexueller Gewalt Betroffenen Frauen sind. Bei vielen besteht eine hohe Hemmschwelle, zeitnah zum Ereignis eine Strafanzeige zu erstatten, so dass wichtige Befunde für die Beweisführung in einem späteren Ermittlungsverfahren verloren gehen.