11.09.2019


Internetbetrug: Wilhelmshavener verliert 30.000 Euro


Der 51-Jährige suchte im Netz nach einer Anlagemöglichkeit. Dabei geriet er in die Fänge von Wirtschaftskriminellen.


DPA-Foto: Spata

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Wilhelmshaven/wz - Wie die Polizei mitteilte, beschäftigt sie momentan ein besonderer Fall der Wirtschaftskriminalität: Ein 51-jähriger Wilhelmshavener hatte Ende 2018 im Internet nach einer Möglichkeit gesucht, Geld zu investieren, wurde fündig und trug sich auf der Homepage von FXNobels in einem Kontaktformular ein.

Eine angebliche Mitarbeiterin schilderte Investitionsmöglichkeit. Der 51-Jährige erlaubte der Anruferin den Einsatz einer Fernwartungssoftware, so dass die Installation eines weiteren Programms für den Online-Broker-Handel möglich wurde. Der Geschädigte investierte in mehreren Schritten über 30.000 Euro. Entweder erhielt der Wilhelmshavener telefonisch oder mittels Messanger-Dienst die Mitteilung, an welches Unternehmen unter welchem Verwendungszweck die Zahlungen zu leisten wären. Seine Einlage stieg auf über 50 000 Euro. Nach einiger Zeit wollte er sich einen Geldbetrag in Höhe von 18.000 Euro auszahlen lassen. Er wurde vertröstet, es würde angeblich 24 Stunden dauern.

Die Ermittler nahmen ihre Arbeit auf und stellten fest, dass bei der Überprüfung der vielen Daten eine litauische Bankverbindung auffällig wurde und diese bundesweit, in bereits diversen anderen Ermittlungsverfahren, im Zusammenhang mit Anlagenbetrug steht. Die Betreiber des Unternehmens FXNobels, sollen ihren Sitz angeblich auf Malta haben, der Betreiber soll Glencoe Partners Ltd. mit Sitz auf den Marshall Inseln sein. Auch zu diesem Unternehmen bestehen Warnmeldungen der Bankenaufsichten von Malta und Spanien. Die dort bislang angezeigten Anlagebetrugstaten zeigen, dass die Bankverbindung mit einer Vielzahl anderer Unternehmensnamen genutzt wurde bzw. wird. Seit Dezember 2018 warnt das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht vor dem Handel mit CFDs (Contracts for Difference) und binären Optionen, die Vermarktung, der Vertrieb und der Verkauf von binären Optionen an Privatpersonen ist seit Juli 2018 europaweit untersagt. Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland warnt dringend davor, in derartige Geschäfte zu investieren. 

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Mittwoch, 11. September 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.