09.11.2018


"Ich sehe mich als Libero meines Teams"


Wie hat Armin Schönfelder die ersten 100 Tage im Amt des Ersten Stadtrates in Wilhelmshaven erlebt? Die WZ hat nachgefragt.


WZ-Foto: Lübbe.

Von Maik Michalski

WZ: Herr Schönfelder, Sie sind seit rund 100 Tagen als Erster Stadtrat im Amt. Wie fällt Ihre erste Bilanz aus?

Armin Schönfelder: Meine Bilanz fällt durchweg positiv aus. Ich hatte mir drei Themen vorgenommen.

Erstens: Ich wollte vom Vertrauensvorschuss, den mir die Politik mit meiner Einstellung als Erster Stadtrat gegeben hat, eine erste Dividende zurückzahlen. Ich habe mich mit allen Fraktionen, Gruppen und Einzelkämpfern im Rat ausgetauscht und das Gespräch gesucht. Zweitens: Ich möchte die Verwaltung in einer zunehmend gereizten Gesellschaft als verlässlichen Akteur präsentieren. Drittens: Ich möchte erste Schwerpunktthemen identifizieren, die eine besondere Außenwirkung haben; diese Themen will ich ein Stück nach vorne bringen.

WZ: An welche Themen denken Sie dabei zuallererst?

Schönfelder: Ein Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der Schullandschaft angesichts von wieder zunehmenden Schülerzahlen. Da werden wir baulich etwas tun müssen. Ein zweiter Punkt ist die Wirtschaftsförderung, auch wenn diese nicht in meinen Zuständigkeitsbereich fällt - sehr wohl als Rechtsdezernent aber die Vertragsgestaltung. Es geht um den gemeinsamen großen Nenner zwischen Politik und Wirtschaft, sei es der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade oder die Wohnungsbaugesellschaften. Bis Ende des Jahres soll der Vertrag ausgestaltet und mit der Politik abgestimmt sein.

WZ: Apropos Zusammenarbeit. Wie gestaltet sich die mit Oberbürgermeister Andreas Wagner?

Schönfelder: Wir arbeiten im Verwaltungsvorstand sehr sachorientiert zusammen. Das Verhältnis zum dritten Dezernenten, Stadtbaurat Oliver Leinert, ist ein sehr gutes und vertrauensvolles geworden.

WZ: Sie sind ein Fußballfan, ihr Herz schlägt für Hertha BSC. Welche Position in einer Mannschaft kommt ihrem Charakter am nächsten?

Schönfelder: Ich bin vielleicht der Libero, der versucht, das Spiel von hinten zu lesen, dann auf die Fähigkeiten des restliches Teams setzt. Wenn das Spiel mal nicht so läuft, dann mache ich auch mal den Effenberg - und grätsche dazwischen.

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 9. November. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper