11.02.2019


Heiratsschwindler mit Gefühlen


Mit dem "Hartenbreker" spielte sich das Ohnsorg-Theater direkt in die Herzen der Zuschauer im Bürgerhaus. Dabei gab es reichlich Slapstick und Kuddelmuddel auf der Bühne.


So war das nicht geplant: Der Heiratsschwindler und die Kapitalistentochter verlieben sich auf den ersten Blick.     Foto:    Niemann

So war das nicht geplant: Der Heiratsschwindler und die Kapitalistentochter verlieben sich auf den ersten Blick. Foto: Niemann

 

Von Wolfgang A. Niemann
Schortens - Seit 29 Jahren ist das Ohnsorg-Theater jeweils im Frühjahr zu Gast im Bürgerhaus Schortens. So auch an diesem Freitag und erneut vor vollem Haus glänzte das Ensemble mit einem Klassiker, den es im letzten November erstmals auf Plattdeutsch gab: Walter Hasenclevers „Ein besserer Herr“.

Wie frisch dieses Lustspiel aus den „Goldenen Zwanzigern“ auch in der Übertragung von Manfred Hinrichs unter dem Titel „Hartenbreker“ immer noch ist, zeigten die zehn Akteure unter der Regie von Frank Gruppe mit hinreißender Spielfreude. Schon als der Vorhang aufging, gab es den ersten Applaus, denn das Bühnenbild von Katrin Reimers hatte es in sich, zeigte seine ganze Cleverness jedoch erst in den Szenenwechseln, die sichtbar und mit flotter Choreografie erfolgten.

Im Mittelpunkt steht die Kapitalistenfamilie Compaß, deren Boss Louis (Konstantin Graudus) in die genüssliche Müßiggängerrunde platzt und verkündet, dass Tochter Lia (Julia Kemp) aus wirtschaftlichen Gründen unter die Haube müsse. Eine Liebesheirat komme allerdings nicht in Frage: „Die Hochzeit ist eine Gründung, die Ehe eine Firma und das ganze Leben ein Kontobuch.“

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Montag, 11. Februar 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.