01.06.2018


"Glory Amsterdam": Ermittlungen gegen Kapitän eingestellt


Im Rahmen der Ermittlungen konnte nicht nachgewiesen werden, dass der Kapitän des havarierten Schiffes bewusst die Schlepperhilfe verhinderte.


WZ-Foto: Lübbe

Wilhelmshaven/Langeoog/Oldenburg/sun - Nach der Havarie des Frachters "Glory Amsterdam" vor der Insel Langeoog hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg die Ermittlungen gegen den Kapitän mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. 

Im Rahmen der Untersuchung konnte nicht nachgewiesen werden, dass der Kapitän die Schlepperhilfe bewusst verhindert hat oder angewiesen hat, die Leinenverbindung zu trennen.

Die "Glory Amsterdam" war am Morgen des 29. Oktobers 2017 während eines Sturms in Seenot geraten. Die Herstellung einer Leinenverbindung scheiterte mehrfach. Daraufhin strandete die "Glory Amsterdam" in niedrigen Gewässern vor Langeoog und konnte erst nach mehreren Tagen geborgen werden. Im Rahmen der Ermittlungen wurde auch eine durchschnittene Wurfleine gefunden, allerdings konnte eine hierfür verantwortliche Person nicht ermittelt werden. Die Besatzungsmitglieder der „Glory Amsterdam“, die mit der Leinenverbindung beauftragt waren, bestritten in ihren

Vernehmungen ein Durchtrennen der Leine. Den ausgewerteten Funkaufzeichnungen konnte nicht entnommen werden, dass der Kapitän der „Glory Amsterdam“ sich Maßnahmen widersetzte. 

 


Weitere Informationen lesen Sie in der Wilhelmshavener Zeitung vom Sonnabend, 2. Juni.