06.09.2017


Gegen Bienentod ist Kraut gewachsen


In der Wohnsiedlung Neufeld II wurde eine Wildblumenwiese angelegt. Auch Bürger können Initiative für den Insektenschutz ergreifen.


Nicht nur Bienen fühlen sich wohl - die Blumen sind auch für die Bürger ein Hingucker. WZ   -Foto:    Wahnbaeck

Nicht nur Bienen fühlen sich wohl - die Blumen sind auch für die Bürger ein Hingucker. WZ-Foto: Wahnbaeck

 

Von Fabian Wahnbaeck

Sande - Forscher warnen seit Jahren vor dem Bienensterben. Sowohl die Varroa-Milbe als auch die Intensiv-Landwirtschaft setzen den Beständen zu. Ansätze, dem Problem entgegenzuwirken, stammen von der Gemeinde Sande.

Als zukünftige „Bienengemeinde“ geht sie das Thema „Schutz der Bienen“ an und setzt ein Zeichen - mit einer Wildblumenwiese in der Wohnsiedlung Neufeld II. Auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern schaffen sowohl zahlreiche Sonnen- und Mohnblumen als auch andere Pflanzen Lebensräume und Nahrungsangebote für die Fluginsekten.

Aktuelle Zahlen rüttelten die Gemeinde zum Handeln auf: „80 Prozent der Insekten sind in den vergangenen 30 Jahren zurückgegangen. 1915 existierten fast vier Millionen Bienenvölker in Deutschland. 100 Jahre danach sind es nur noch 700 000“, erzählt Imker Peter Bünting aus Sande. Aktuell stagniert die Zahl, und es ist ein leichter Aufwärtstrend zu verspüren.

70 bis 80 Prozent der Lebensmittel, die im Supermarkt erhältlich sind, seien erst durch Bienen möglich, so Bünting.

r erfahren möchte, kann sich am Donnerstag, 7. September, bei der Veranstaltung „Bienengemeinde Sande - Wir bringen unsere Gemeinde zum Summen!“ informieren. Im Anschluss an die Vorträge ist eine Diskussion geplant. Beginn im Ratssaal in Sande ist um 19.30 Uhr.