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13.09.2017


Flüchtlinge: Gabriel für Wohnsitzsperre


Der Bundesaußenminister war an seinem Geburtstag in Varel zu Gast. Die Politik sei gut beraten, die Bürger ernst zu nehmen und über deren Ängste und Sorgen zu sprechen, sagte er bei seinem Besuch.


Außenminister Sigmar Gabriel trug sich gestern ins goldene Buch der Stadt Varel ein. Dahinter (von links) Elfriede Ralle (SPD-Friesland), Landrat Sven Ambrosy und Bundestagskandidatin Siemtje Möller.    WZ-Foto:    Lübbe

Außenminister Sigmar Gabriel trug sich gestern ins goldene Buch der Stadt Varel ein. Dahinter (von links) Elfriede Ralle (SPD-Friesland), Landrat Sven Ambrosy und Bundestagskandidatin Siemtje Möller. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Gerd Abeldt

Varel/Wilhelmshaven - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel rät den Verantwortlichen in Wilhelmshaven dazu, von der „negativen Wohnsitzauflage“ Gebrauch zu machen. Damit kann anerkannten Flüchtlingen untersagt werden, ihren Wohnsitz in der Stadt zu nehmen.

Gabriel, der im Wahlkreis Salzgitter/Wolfenbüttel für den Bundestag kandidiert, plädierte gestern in einem Pressegespräch in Varel dafür, die Ängste und Sorgen der heimischen Bevölkerung ernst zu nehmen.

Es reiche nicht, Städte und Gemeinden Geld für die Integration von Flüchtlingen zu geben, so Gabriel. „Kommunen sollten noch einmal die gleiche Summe Geld bekommen, damit sie etwas für die Menschen tun können, die hier zu Hause sind.“ Das gelte insbesondere für die Infrastruktur in den ländlichen Räumen. Gabriel war gestern auf Einladung der SPD-Bundestagskandidatin im Wahlkreis 26 Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund, Siemtje Möller, nach Friesland gekommen. Der eigentlich mit dem SPD-Spitzenpolitiker für Mitte August ausgemachte Wahlkampftermin in Jever war ausgefallen.