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03.01.2018


Der Aufzug lässt weiter auf sich warten


Die Ausschreibung für das Höherlegen der Fahrgastbrücke in Varel war nicht erfolgreich. In Jaderberg bremst "Stuttgart 21" den geplanten Haltepunktbau aus.


Historisch, aber derzeit nicht gerade hübsch anzusehen: Die Fahrgastbrücke im Vareler Bahnhof soll um 80 Zentimeter erhöht und dabei gleich saniert werden. Doch die Ausschreibung ist fehlgeschlagen - es droht Verzug.    WZ-Foto:    Lübbe

Historisch, aber derzeit nicht gerade hübsch anzusehen: Die Fahrgastbrücke im Vareler Bahnhof soll um 80 Zentimeter erhöht und dabei gleich saniert werden. Doch die Ausschreibung ist fehlgeschlagen - es droht Verzug. WZ-Foto: Lübbe

 

Von Malte Kirchner

Varel/Jaderberg - Es ist ein kühnes Vorhaben, das sich die Deutsche Bahn für den Vareler Bahnhof vorgenommen hat: Die historische Fahrgastbrücke über den Gleisen soll nach über hundert Jahren aus den Angeln gehoben und rund 80 Zentimeter höher wieder eingesetzt werden.

Nur so wäre sie zukunftstauglich für die Bahnstrecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg, die in den nächsten Jahren elektrifiziert werden soll. Eben dieser ersehnte Fahrdraht ist im Falle des Vareler Bahnhofs aber ein Problem, weil die bisherige Höhe der Brücke über den Gleisen zu niedrig ist.

Um eine Lösung ist lange gerungen worden. Die Bahn ließ auch die Möglichkeit prüfen, die Gleise tiefer zu legen und den Bahnhof mit samt seiner Bahnsteige gleich mit. Das wäre jedoch noch aufwendiger gewesen, heißt es. Viele ältere Fahrgäste, Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen und Müttern mit Kinderwagen haben mit Blick auf die Brücke sogar ganz gegenwärtige Sorgen: Ihnen fehlen Aufzüge oder eine andere Möglichkeit, die Gleise mühelos zu überqueren.

Als der damalige Bahnchef Rüdiger Grube im August 2016 den Vareler Bahnhof besuchte, hatte er eine Lösung im Gepäck, die allen gerecht werden sollte: Zum einen verkündete er, dass die Finanzierung für die Erhöhung der Brücke steht. Zum anderen sollte zusammen mit dem Umbau, der bis zum ersten Adventswochenende 2018 abgeschlossen sein sollte, auch das Thema Barrierefreiheit erledigt werden. Die Bahn hatte in den letzten Jahren immer wieder darauf verwiesen, dass es nur sinnvoll sei, beides zu verknüpfen, weil ohnehin etwas mit der Brücke geschehen muss.

Mit dem Beginn des Jahres 2018 stellt sich vielen die Frage, was denn aus dem Versprechen Grubes geworden ist. Bislang ist in Varel noch kein Fortschritt zu sehen.

Tatsächlich hat sich ein größeres Problem ergeben, wie Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher der Deutschen Bahn in Hamburg, der WZ mitteilte: So seien die Leistungen für den Umbau der Brücke ausgeschrieben worden. „Allerdings war die Ausschreibung nicht erfolgreich.“

 

 


Lesen Sie den vollständigen Artikel in der "Wilhelmshavener Zeitung"
Digitale Ausgabe: WZ vom 03.01.2018
Kurzbeschreibung:

Zahl der Spielhallen in Wilhelmshaven zurückgegangen +++ Deich in Harlesiel muss erhöht und verstärkt werden +++ Zu mild und zu nass: Das Jahreswetter in Wilhelmshaven
Seitenzahl: 32
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