17.03.2018


Badestelle ohne Sprung ins kalte Wasser


Im Bäderausschuss wurde über Möglichkeiten für das Naturbad Heidmühle gesprochen. Janto Just (WFF) sieht in einer Badestelle viele Vorteile.


Still ruht der See im Naturbad Heidmühle. Sollte es künftig als Badestelle betrieben werden, dürften zwar die Gebäude stehen bleiben, eine Attraktion auf dem Wasser wie der Sprungturm wäre jedoch verboten.    WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Still ruht der See im Naturbad Heidmühle. Sollte es künftig als Badestelle betrieben werden, dürften zwar die Gebäude stehen bleiben, eine Attraktion auf dem Wasser wie der Sprungturm wäre jedoch verboten. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Michael Hacker
Schortens - Wie geht es mit dem Naturbad Heidmühle weiter? Mit dieser Frage hatten sich die Mitglieder des Bäderausschusses in Schortens bereits im vergangenen Jahr beschäftigt. Nun kommt langsam Licht ins Dunkle, denn eine Umwandlung in eine Badestelle ist offenbar einfacher zu realisieren, als zunächst gedacht.

Die Verwaltung hatte Professor Dr. Carsten Sonnenberg von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen eingeladen, der sich am Donnerstag das Naturbad angeschaut hat und später im Bäderausschuss über Möglichkeiten informierte.

Um die Kriterien einer Badestelle zu erfüllen, sei „keine Zauberei“ nötig. „Im Wasser ist dann keine Attraktion erlaubt, weder eine Schwimminsel noch ein Sprungturm“, erklärte Sonnenberg. Hinzu käme, dass ein freier Zugang - ohne Eintritt - gewährleistet werden muss. „Schließzeiten sind dennoch möglich. Beispielsweise um sich vor Vandalismus zu schützen oder aus Gründen der Badesicherheit könnten die Tore nachts verschlossen werden“, erklärte er.

Sollte die Stadt wirklich beabsichtigen, das Naturbad künftig als Badestelle zu betreiben, müsse allerdings der Name geändert und eine entsprechende Beschilderung - „Ertrinkungsgefahr“ oder „Baden auf eigene Gefahr“ - aufgestellt werden. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft keine Aufsicht mehr machen darf. „Dadurch könne die Sicherheit natürlich zusätzlich erhöht werden, was auch uns gefallen würde“, sagte Sonnenberg.