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13.03.2018


Auch junge Wähler brachten keinen Schwung


Erstmals konnten Jugendliche ab 14 Jahren die Kirchenleitung mitwählen. Doch nur wenige machten mit. Die Wahlbeteiligung im Kirchenkreis sank auf 11,6 Prozent.


Viele Wahlvorstände hätten am Sonntagabend gern noch mehr Stimmzettel gezählt .    Foto:    Morgenstern/p

Viele Wahlvorstände hätten am Sonntagabend gern noch mehr Stimmzettel gezählt. Foto: Morgenstern/p

 

Von Ursula Grosse Bockhorn
Wilhelmshaven/Friesland - Nicht nur einige Kandidaten, die den Sprung in den Gemeindekirchenrat verpassten, konnten ihre Enttäuschung nicht verbergen. Auch viele erfolgreiche Bewerber, Pfarrer und andere Aktive der Gemeinden mussten nach Auszählung der Stimmen erst einmal schlucken.

11,60 Prozent der 75 627 wahlberechtigten Kirchenmitglieder in Wilhelmshaven und Friesland nahmen die Chance wahr, ihre Gemeindeleitung mitzuwählen, das waren noch einmal 3,58 Prozent weniger als 2012.

Während in Middoge (48,54 Prozent, Tendenz steigend) fast die Hälfte und in Oldorf (39,88) und St. Joost-Wüppels (34,05) noch mehr als ein Drittel der Stimmberechtigten zur Urne gingen, waren es in den städtischen Bereichen oft nur kleine Minderheiten. Schlusslicht ist die Friedenskirche in Fedderwardergroden mit 6,95 Prozent. In Neuende (7,23) oder auch in Schortens (7,96) sah es nicht viel besser aus. Dabei hatten viele Gemeinden sich Mühe gegeben, Wähler anzulocken. Die Friedenskirche beispielsweise konnte sich am Morgen noch über einen gut besuchten Gottesdienst freuen. Und in der Stunde danach war auch einiger Lauf. Aber das war dann schon die Hälfte aller Wähler.

„Der Wahltag war ein schöner Festtag in der Gemeinde und auch die Öffentlichkeitsarbeit 'Kirche mit mir' hat Kirche über einen längeren Zeitraum positiv ins Gespräch gebracht. Das war gut“, so das Fazit in der Christus- und Garnisonkirche. Aber es bleibt auch die Erkenntnis, dass die Wahl nur einen sehr begrenzten Kreis im inneren Kern der Gemeinde bewegt.