11.03.2017


Architektenwettbewerb wird gestartet


Dänemark, Niederlande und Deutschland planen ein gemeinsames Wattenmeer-Zentrum. Sitz wird Wilhelmshaven sein. Der städtische Eigenbetrieb GGS wird Bauherr werden.


Der Bunker auf dem Gelände Banter-See-Park an der Emsstraße soll mit in das Wattenmeerzentrum integriert werden. Im Hintergrund das „Atlantic-Hotel“ an der Jadeallee.     WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Der Bunker auf dem Gelände Banter-See-Park an der Emsstraße soll mit in das Wattenmeerzentrum integriert werden. Im Hintergrund das "Atlantic-Hotel" an der Jadeallee. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Von Maik Michalski

Wilhelmshaven/Hannover - Am Mittwoch werden in der Landeshauptstadt Hannover Umweltminister Stefan Wenzel und Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner den Vertrag zwischen dem Land Niedersachsen und der Stadt Wilhelmshaven zum Bau des gemeinsamen Trinationalen Wattenmeer-Partnerschaftszentrum unterzeichnen. Zeitgleich wird dadurch ein europäischer Architektenwettbewerb gestartet. Einen offiziellen Verkündungstermin mit Vertretern aller drei beteiligten Länder Dänemark, Niederlande und Deutschland steht noch aus.

Das Zentrum wird im Banter-See-Park an der Emsstraße in der Jadestadt gebaut. Bauherr wird der städtische Eigenbetrieb Grundstücke und Gebäude der Stadt (GGS). Ziel der Arbeit des Partnerschaftszentrums ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen der drei Anrainerstaaten zu fördern. Zudem sollen durch die Einrichtung neue Partner für den Schutz des Unesco-Weltnaturerbes gewonnen werden.

Der Bund fördert den Bau des rund 7,6 Millionen Euro teuren Zentrums aus dem Förderprogramm für bedeutende Projekte des nationalen Städtebaus mit vier Millionen Euro. Die Stadt bringt das Grundstück und 3,6 Mio. über den Eigenbetrieb Grund­stücke und Gebäude der Stadt (GGS), der auch Bauher sein wird, ein. Zudem hofft GGS auf weitere Zuschüsse. Fertig soll der Gebäudekomplex im Jahr 2020 sein. Das Zentrum soll neben dem gemeinsamen Sitz der Nationalparkverwaltung Wattenmeer und der in Gründung befindlichen trilateralen „Wadden Sea Foundation“ als Einrichtung des Landes Niedersachsen zudem Sitz des bereits in Wilhelmshaven ansässigen Gemeinsamen Wattenmeersekretariates werden. Dem Vernehmen nach sollen bis zu 80 Arbeitsplätze entstehen.