23.08.2019


Großübung vor Wilhelmshaven: Anschlag auf Seehafen abgewendet


Anti-Terror-Kampf auf der Nordsee und Jade: Sondereinheiten der Länder und des Bundes befreien ein von Terroristen gekapertes Schiff. Die Marine unterstützt die Einsatzkräfte.


Einsatzkräfte verlassen nach der Übung den Frachter "Cap San Diego". WZ-Foto: Lübbe

Der für die Übung gecharterte Frachter "Cap San Diego". Foto: WZ-Bilddienst/Halama

SEK-Beamte an Bord eines Schiffes im Wilhelmshavener Marinestützpunkt. Foto: Polizeidirektion Oldenburg.



Wilhelmshaven
/hl - Terroristen kapern ein Frachtschiff unter deutscher Flagge, nehmen die Besatzung als Geisel und nehmen Kurs auf Wilhelmshaven. Sie drohen damit, dass Schiff im Hafen in die Luft zu sprengen. Dieses Übungsszenario unter dem Namen Nitex (Niedersächsische Terrorismus Exercise/Übung) nahm am Donnerstag auf der Tiefwasserreede nördlich von Wangerooge seinen Anfang.


Fotogalerie: Mehr Fotos von der Großübung.

 

Unter Federführung der Polizeidirektion Oldenburg übten  Einsatzkräfte des Nordverbunds – Spezialeinsatzkommandos aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie der maritimen Gruppe der GSG?9 – erstmals gemeinsam mit der Deutschen Marine in solch einem Szenario.  Mit dabei waren außerdem Beamte der Wasserschutzpolizei und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.
Zu Wasser und per Helikopter aus der Luft näherten sich die Einsatzkräfte dann der eigens angemieteten „Cap San Diego“, gelangten rasch an Bord und befreiten das Schiff und die Crew anschließend aus der Hand der Terroristen. Weil Einsatztaktiken und Operationsverfahren der polizeilichen Spezialkräfte nicht bekannt werden sollen, blieben die Medienvertreter bei der Übung  auf See außen vor.
Auch nach dem Festmachen im Stützpunkt gab es keine Demonstration eines Vorgehens an Bord der „Cap San Diego“, so dass die Abläufe der Übung eher im Vagen blieben. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius als Beobachter der maritimen Großübung zeigte sich anschließend sehr zufrieden mit dem Verlauf. „Ein Szenario wie dieses auf See wurde bislang nie geübt. Neu ist für alle Beteiligten zudem die Kooperation mit der Marine, die sich hier sehr bewährt hat. Aus meiner Sicht verlief diese Übung äußerst erfolgreich und zeigt auch, wie gut ausgestattet die Polizeibehörden sind.“

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Freitag, 23. August 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.