Wilhelmshaven

17.09.2019


Einzelhändler warnen: Möbelhäuser lassen die City ausbluten


Ein Investor will 60 Millionen Euro in Wilhelmshaven investieren. Der Einzelhandel vor Ort fordert die Stadt auf, die Randsortimente des Möbelhändlers stark einzugrenzen.


DPA-Foto: Rehder

DPA-Foto: Rehder

 

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Der geplante Bau von zwei Möbelmärkten am Ortseingang von Wilhelmshaven wird von Interessenvertretungen des Handels vor Ort kritisch gesehen. Christoph Ganß, Vorstandsmitglied des City-Interessenvereins (CIV) und Einzelhändler in der Innenstadt, sieht eine Gefahr, dass die Attraktivität der Innenstadt darunter leiden könnte, wenn dem Möbelhändler erlaubt werden sollte, auch innenstadtrelevante Sortimente anzubieten.

Ganß wirft dem städtischen Ausschuss für Planen und Bauen vor, die erst in diesem Jahr durch ein CIMA Einzelhandelsgutachten bestätigte Sortimentsliste auszuhöhlen. Der Ausschuss hatte mehrheitlich für die 60-Millionen-Euro-Investition an der Bundesstraße 210/Ecke Hooksieler Landstraße gestimmt. Ein Investor möchte dort zwei Möbelhäuser mit einer Gesamtverkaufsfläche von 34 000 Quadratmetern bauen. Auf 800 Quadratmetern je Gebäude könnten möglicherweise Nebensortimente wie Leuchten, Teppichböden, Bodenbeläge, Glas, Keramik, Porzellan, Hausrat oder Heimtextilien angeboten werden. Während der Verkauf von Möbeln für die Innenstadt als unkritisch gilt, stehen unter anderem Heimtextilien, Lampen und Leuchten sowie Keramik und Hausrat auf der Liste der Sortimente, die eigentlich nur in der City angeboten werden sollten, um das Zentrum zu stärken.

Aus Sicht von Ganß ist der Bau von zwei Möbelhäusern eines Anbieters ein Trick, der dazu dient, die Verkaufsfläche der innenstadtrelevanten Sortimente zu verdoppeln. Dadurch werde die Innenstadt ganz bewusst geschwächt. Der CIV-Vorstand sieht eine Reihe von noch inhabergeführten Geschäften betroffen. Als Beispiele nennt er Spielwaren Dannemann, Leuchten Lammert, Cucina Laura mit Haushaltsgeräten, Glas und Porzellan, die verschiedenen kleinen Läden mit Dekoartikeln sowie Leffers mit seinem Heimtextilien-Angebot.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Dienstag, 17. September 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.