Wilhelmshaven

05.02.2019


Zeichen setzen gegen Kinder an der Front


Plan International und der Jugendtreff "Haven84" beteiligen sich am bundesweiten "Red Hand Day".


Praktikantin Dana Böttger (v.l.), Rahel Kordecki vom „Haven84“ und Karl-Heinz Schaub von Plan International mit roten Händen gegen Kindersoldaten.    WZ-Foto:    Gabriel-Jürgens

Praktikantin Dana Böttger (v.l.), Rahel Kordecki vom "Haven84" und Karl-Heinz Schaub von Plan International mit roten Händen gegen Kindersoldaten. WZ-Foto: Gabriel-Jürgens

 

Wilhelmshaven/meh/ - Musa (10 Jahre) musste mit ansehen, wie seine Eltern ermordet wurden. Daniel (14) wurde zum Töten gezwungen. Mita (17) war Lastenträger, brachte Sprengstoff von einem Camp zum nächsten. Alle drei waren Kindersoldaten - und alle drei haben überlebt, während viele ihrer Freunde starben.

Rund 250 000 Kinder kämpfen weltweit für Armeen oder Milizen. Sie sind Opfer und Täter zugleich, werden instrumentalisiert, missbraucht, vergewaltigt. Ist der Kampf vorbei, bleiben traumatisierte Seelen zurück. Ein normales Leben ist für die meisten kaum noch vorstellbar.

Um das Schicksal dieser Kinder in den Blickpunkt zu rücken, wird am 12. Februar der „Red Hand Day“ begangen. Rote Handabdrücke auf weißem Papier sollen Druck auf diejenigen machen, die Einfluss nehmen können. Auch die Aktionsgruppe Wilhelmshaven des Kinderhilfswerks Plan International und der Jugendtreff „Haven84“ beteiligen sich an der bundesweiten Aktion.

„Wir möchten über einen längeren Zeitraum immer wieder auf das Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam machen“, sagt Karl-Heinz Schaub von Plan. Den Auftakt macht eine Aktionswoche vom 11. bis zum 15. Februar im „Haven84“, Bremer Straße 84. In dieser Zeit werden Schulklassen in den Jugendtreff kommen und dort rote Handabdrücke hinterlassen. In einer kleinen Ausstellung können sie sich über Kinder im Kampfeinsatz informieren. Zwischen 10 und 16 Uhr sind zudem alle Interessierten eingeladen, sich ebenfalls an der Aktion zu beteiligen.

 

 

Dies ist ein Auszug. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der "Wilhelmshavener Zeitung" von Dienstag, 5. Februar 2019. Erhältlich bei allen gängigen Verkaufsstellen und auch als epaper.