Wilhelmshaven

26.05.2009


Mit Trommeln und allen Sinnen lernen


Die Hafenschule hat sich als Integrationsschule einen Namen gemacht. Besonderen Wert legt sie auf musisch-kulturelle Bildung der Kinder ohne und mit Behinderungen.   Von Ursula Grosse Bockhorn


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Trommler und Percussionisten üben für den gemeinsamen Auftritt. Im Bild links Förderschullehrerin Carola Sackey, an der Tafel Lehrer Werner Franke, rechts Musiker Ralf Lübkes. WZ-FOTO: KNOTHE

Bant - Die Kinder schauen konzentriert auf die afrikanischen Trommeln, die vor ihnen stehen. Der Junge im Rollstuhl hat ebenfalls ein tischhohes Instrument, auch wenn seine Hände nur mit Hilfe seiner Betreuerin das Trommel-Fell treffen können.

 

Musik spielt im Schulalltag der Hafenschule eine wichtige Rolle.

Die Schule an der Werftstraße hat sich seit Anfang der 1990er Jahre die Integration von Kindern ohne und mit Behinderungen zur Aufgabe gemacht. Neben den Integrationsklassen in der Grundschule gibt es Förderschulklassen für Kinder mit körperlichen und motorischen Einschränkungen.

 

Doch geht es der Schule nicht nur um Bildung und Wissensvermittlung, sondern um die Persönlichkeitsentwicklung, um kommunikative wie soziale Kompetenzen. Und diese Förderung, betont Schulleiterin Inse Böhlke-Itzen, müsse alle Sinne einbeziehen.

 

Deshalb hat die Hafenschule einen Schwerpunkt in der musisch-kulturellen Bildung, kann sich Musikbetonte Grundschule nennen. „Die Musikerziehung erhöht die soziale Urteilsfähigkeit, die Kinder können besser aus Erfahrungen lernen und in Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen denken“, erläutert die Schulleiterin. Und sie verweist auf Erkenntnisse, denen zufolge in musikbetonten Grundschulen die Gefahr, dass Kinder völlig ausgegrenzt werden, nachweislich geringer seien.

 

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