Wilhelmshaven

22.10.2011


Hertrampf-Ausstellung: Bleibendes Geschenk für die Heimatstadt


Helmut Hertrampf wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt die Kunsthalle teils noch nie öffentlich ausgestellte Werke des bekannten Wilhelmshavener Künstlers.


Tunesische Siedlung, 1959, Farbmonotypie  von drei Platten   Repro: WZ

Tunesische Siedlung, 1959, Farbmonotypie von drei Platten Repro: WZ

 

Von Walburg Dittrich

Wilhelmshaven - In Wilhelmshaven über Helmut Hertrampf zu schreiben, ist so, als würde man die sprichwörtlichen Eulen nach Athen tragen. Der Maler und Zahnarzt Helmut Hertrampf ist in seiner Heimatstadt, in der er am 24.

April 1911 zur Welt kam und vor acht Jahren starb, unvergessen. Viele seiner Bilder hängen in öffentlichen Einrichtungen der Jadestadt, ein Großteil befindet sich in der Städtischen Kunstsammlung. Viele seiner Kunstwerke hängen aber auch in Wilhelmshavener Wohnstuben.

 

Die Kunsthalle eröffnet am kommenden Montag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr eine kleine Ausstellung mit 25 weniger bekannten und teils noch nie gezeigten Werken aus der frühen Schaffensperiode Hertrampfs, die sich überwiegend im Privatbesitz befinden. Die Einführungsrede zur Ausstellung hält Peter Geithe, der auf eine 50-jährige Künstlerfreundschaft mit Helmut Hertrampf und auf viele gemeinsame Jahre im Vorstand des Vereins der Kunstfreunde zurückblicken kann.

Das künstlerische Lebenswerk des Autodidakten Hertrampf ist nicht nur umfangreich, sondern auch vielseitig und facettenreich. Seine künstlerische Bandbreite reichte vom Porträt über das Stillleben und die Landschaftsmalerei bis hin zu Blumenbildern. Experimentierfreudig und gekonnt setzte er die unterschiedlichsten künstlerischen Techniken ein. Ob Zeichnung, Linolschnitt, Aquarell, Gouache, Tempera, Monotypie oder Ölmalerei, er brachte es in allen zur Meisterschaft.

Schon als Jugendlicher zeichnete er unermüdlich - diese knappen und präzisen Zeichnungen aus den 20er Jahren sind nicht nur künstlerische Kleinode sondern inzwischen auch historische Momentaufnahmen der Jadestadt. Sein größter Förderer, bester Lehrer und später auch Künstlerkollege war Dietrich Janssen-Jennelt.

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