Wilhelmshaven

11.11.2009


Breitbandnetz wichtig wie Schiene und Straße


Wilhelmshaven ist eines von acht europäischen Zentren im EU-geförderten E-Clic-Projekt. Es will Breitband-Mediendienste auch in ländlichen Räumen nach vorne bringen.


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Sie loten an der Jade Hochschule Möglichkeiten verbesserter Breitbandkommunikation aus. WZ-Foto: Lübbe

Wilhelmshaven - Schnelle elektronische Kommunikationsverbindungen haben heute eine Bedeutung, die der von Straße, Schiene oder Hafenanbindung gleichzusetzen ist, sagt Dr. Juliane Benra. Die Professorin im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Jade Hochschule ist Projektleiterin für den Aufbau Wilhelmshavens zu einem von acht nordeuropäischen sogenannten „E-Clic“-Zentren, das insbesondere die moderne Breitband-Kommunikation in ländlicheren Regionen fördern und damit die wirtschaftliche Entwicklung voranbringen will.

 

E-Clic steht für „European Collaborative Innovation Centres for broadband media access“. Weitere Standorte befinden sich in Hannover, den Niederlanden, Belgien, England und Norwegen. Das seit Anfang des Jahres in Wilhelmshaven an der FH erfolgreich angelaufene Projekt wird bis 2011 mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds zur Regionalen Entwicklung (EFRE) gefördert und hat jetzt sein Spektrum mit einem neuen Thema erweitert: Diesmal stehen die Studenten der Hochschule selbst im Spektrum, speziell diejenigen aus entfernten Wohnorten, die nicht täglich am Studienort präsent sein können und so mit den Problemen einer erschwerten Organisation ihres Studiums konfrontiert sind.

 

Prof. Dr.-Ing. Christoph Wunck und Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Uwe Bachmann betreuen dieses E-Clic-Teilprojekt mit dem Ziel, die Methoden und elektronischen Werkzeuge zu entwickeln, die solch kampusfernes Studieren erleichtert, ohne dass man auf einen speziellen Online-Studiengang angewiesen ist.

 

Ein wichtiges Problem ist z.B. die Frage der Idenfifikation, etwa bei der Vorlage von Studiendokumenten oder der Entgegennahme von Stipendien während eines Auslandssemesters. Sprich: Wie kann man sich in der elektronischen Kommunikation sicher sein, es mit der richtigen Person zu tun zu haben? Oder: Wie können Unterschriften fälschungssicher an elektronische Dokumente gekoppelt werden?

 

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