Wilhelmshaven

06.11.2009


Ein Deichkind unter alten Cowboys


Das Ex-„Deichkind“ Malte Pittner, Neuzugang von „Texas Lightning“, schlägt sich wacker als musizierender Kuhjunge. Im Pumpwerk trat er erstmals in große Fußstapfen.   Von Stephan Giesers


newsimport

Altes Zugpferd Olli Dittrich (links) und der neue Cowboy Malte Pittner. WZ-Foto: Lübbe

Wilhelmshaven - Wenn im Pumpwerk Kakteen glühen und der Sternenhimmel funkelt, ist der Wilde Westen nicht weit. Es ist Mittwoch, und im Pumpwerk stehen Männer mit Cowboyhüten. Die Gruppe „Texas Lightning“ ist in der Stadt und startet an diesem Abend in Wilhelmshaven ihre Club-Tournee.

 

Mit einem kleinen Augenzwinkern und großer Professionalität münzen sie Klassiker der Pop- und Rockgeschichte auf Country um und machen selbst vor „Higway to hell“ von „AC/DC“ und Madonnas „Like a virgin“ nicht halt. Zwei Stunden dauert dieser Ausritt. Mit Banjo und Mandoline werden aus Lou Reeds „Walking on the wild side“ und „Enjoy the silence“ von Depeche Mode Saloon-Hits, die jede Line-Dance-Gruppe erfreuen dürften. Waschechten Country gibt es auch zu hören: „Smoke that cigarette“ zum Beispiel. Blöd nur, dass in den deutschen Saloons längst ein Rauchverbot verhängt wurde.

 

Das prominentes Band-Mitglied von „Texas Lightning“ ist Olli Dittrich - vielen bekannt als Imbissbesucher Dittsche - sitzt hinter dem Schlagzeug, ohne sich dabei in den Vordergrund zu spielen. Dafür muss sich ein neuer Cowboy aus Hamburg im Rampenlicht beweisen: Ex-„Deichkind“ Malte Pittner heißt jetzt „Marshall“ und ersetzt Jon „The Flame“ Flemming Olsen - auch bekannt als Imbissbetreiber in der Fernsehserie „Dittsche“. Statt der Deichkind“-Hits „Bon Voyage“ und „Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)“ nun also „Yeeehaw“. Auch gut! Von Haus aus HipHop-Musiker, hat Pittner schon für „Truck Stop“ und Gunter Gabriel gearbeitet. So schließt sich der Kreis.

 

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